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[DFL] Schiedsrichtervideoassistentendiskussionen - VAR gar nix! Dieses Thema abonnieren
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Alt 19.02.2019, 07:56
FoxoFrutes
Bruda, schlag den Ball lang!
 
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War in diesem Holland-Video doch neulich aber auch zu sehen, dass da schon während der Konter läuft schnell über die Situation gesprochen wird und der VAR dann checkt. Ich denke, da findet (deutlich) mehr Kommunikation statt, als nur in einer Spielunterbrechung, wenn der Schiedsrichter die Hand ans Ohr legt. Und wenn Osmers - er stand da ja eigentlich recht gut - eben schnell sagt, dass er es gut gesehen hat (ihm aber beispielsweise der Kontakt nicht ausgereicht hat), passiert da eben nicht viel mehr.
Ich finde, selbst wenn Osmers sagt, dass er es gesehen hat, der Kontakt ihm aber nicht ausreicht, muss der VAR eingreifen. Denn dann muss er ja davon ausgehen, dass Osmers die Situation eventuell falsch wahrgenommen und den Kontakt nicht vollständig wahrgenommen hat.

Dass Kommunikation statt findet kann schon sein. Aber wenn, dann eher vom VAR an den SR. Dass der SR, während er ggf. einem Angriff hinterher sprintet und dabei das Spiel verfolgen muss, noch über eine zurückliegende Szene diskutiert, halte ich für unwahrscheinlich. Muss aber auch gestehen, dass ich nicht weiß, wie die Technik genau funktioniert. Ob beispielsweise die Headset-Verbindung vom SR zum VAR dauerhaft offen ist, und der VAR automatisch jedes Wort mit hört, oder ob der VAR eine Verbindung herstellen muss.

Je mehr und je öfter ich über dieses Thema schreibe, desto deutlicher bin ich auch hier bei einer Lösung, in der der Eingriff des VAR objektiven Fakten unterliegt. Eine Möglichkeit wäre eine Challenge-Lösung. Alternativ könnte man auch was in Richtung "drei Mann im Keller beurteilen eine Situation, sobald einer eine andere Meinung hat als der SR, muss dieser reviewen" machen. Aber so wirkt es einfach zu willkürlich und intransparent.
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Abel Xavier Unsinn (19.02.2019), Lurchi (19.02.2019), Unterstrich500 (19.02.2019)
Alt 19.02.2019, 09:02   (Berlin)
zeze
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Dass Kommunikation stattgefunden hat, bezweifle ich. Diese soll ja nicht während des laufenden Spiels stattfinden, sondern in einer Spielunterbrechung. Osmers verzögert aber zu keinem Zeitpunkt die Spielfortsetzung um mit dem VAR zu sprechen.
Darf er das denn? Und wenn er das Spiel unterbricht, um mit Köln zu reden und sich dann herausstellt, dass das Spiel zu Unrecht unterbrochen wurde (kein Elfmeter), dann ist eventuell ein Konter der Nürnberger futsch.
Muss der Schiri also nicht warten, bis das Spiel auf natürliche Weise unterbrochen wird?

Challengen finde ich auch viel besser. Zumal ich sehen will, wie so mancher Trainer in Rage eine rote Flag auf den Platz wirft.
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Alt 19.02.2019, 09:08   (Auf einem Hochtal)
Ravioli
Äh...
 
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abgesehen von dieser einen ello-szene fand ich aber die spielleitung wirklich überdurschnittlich gut. ich mag schiris die nicht_JEDEN_FURZ abpfeiffen. klar kommts dann hin und wieder zu situationen wo man wirklich pfeiffen müsste, aber bei diesen ganzen schauspielern heutzutage schadets auch nix wenn man im zweifel mal laufen lässt.
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Abel Xavier Unsinn (19.02.2019), FoxoFrutes (19.02.2019)
Alt 19.02.2019, 09:15
Logilas
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Das challenge System aus der NFL ist aber nicht so einfach in den Fussball zu übertragen. In der NFL hast du so gut wie vor jedem Spielzug 30-40 Sekunden Zeit die die Szene nochmal anzuschauen und dann die Flagge zu werfen. Da wird ja auch nicht auf gut Glück einfach eine Flagge geworfen, Da sitzt immer jemand, Der sich die Szene nochmal anschaut und dann ein Zeichen gibt, ob eine challenge sinnvoll ist. Beim Fussball hast du die Zeit oft nicht. Wie lange soll man denn etwas challengen dürfen? Der Schiedsrichter kann mit der spielfortsetzung einfach warten, wenn er etwas überprüfen lassen will. Das finde ich in der Hektik beim Fussball schwierig von außen zu steuern.

In der NFL gibt es auch genug Fehlentscheidungen trotz Videoschiedsrichter. Und dort sind die Spielregeln viel klarer definiert und es gibt deutlich weniger Auslegungsspielraum. Daher muss man sich einfach von dem Gedanken lösen, dass es durch VAR keine Fehlentscheidungen mehr gibt. Aber sie werden eben deutlich minimiert.
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Alt 19.02.2019, 09:15
FoxoFrutes
Bruda, schlag den Ball lang!
 
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Darf er das denn? Und wenn er das Spiel unterbricht, um mit Köln zu reden und sich dann herausstellt, dass das Spiel zu Unrecht unterbrochen wurde (kein Elfmeter), dann ist eventuell ein Konter der Nürnberger futsch.
Muss der Schiri also nicht warten, bis das Spiel auf natürliche Weise unterbrochen wird?

Challengen finde ich auch viel besser. Zumal ich sehen will, wie so mancher Trainer in Rage eine rote Flag auf den Platz wirft.
Klar. Theoretisch darf der Schiedsrichter das Spiel jederzeit auch ohne Vergehen unterbrechen. Vorgesehen ist es aber natürlich nicht. Ich meinte auch, dass er auf die nächste Spielunterbrechung warten sollte, um mit dem VAR zu kommunizieren und es nicht während des laufenden Spiels macht.
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Alt 19.02.2019, 09:25
FoxoFrutes
Bruda, schlag den Ball lang!
 
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Das challenge System aus der NFL ist aber nicht so einfach in den Fussball zu übertragen.
Man muss das Challenge-System aus der NFL ja auch nicht genau so übernehmen. Man kann eine Zeit festlegen, z.B. eine Minute, in der eine bestimmte Entscheidung gechallenged werden kann. Die Challenge kann dann innerhalb dieser einen Minute auch während des laufenden Spiels beim vierten Offiziellen platziert werden. Dieser gibt ein Signal an den Schiedsrichter, der anschließend bei der nächsten Spielunterbrechung die entsprechende Szene reviewt.

Das habe ich mir jetzt in zwei Minuten ausgedacht. Ich bin mir sicher, dass man, wenn man da ein paar Leute für ein paar Tage ran setzt, ein brauchbares System ausarbeiten könnte.
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Alt 19.02.2019, 10:23
Logilas
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Wenn du das Spiel eine Minute laufen lässt und in der Zeit zweimal das Spiel unterbrochen wurde und der Gegner ein Tor geschossen hat, dann wird der Aufschrei von den Zuschauern noch viel größer sein, Wenn dann auf einmal alles zurück genommen wird. Oder was ist wenn der Trainer eine challenge beantragt und bis zur nächsten Unterbrechung schießt die eigene Mannschaft ein Tor. Und dann stellt sich heraus, dass der Schiedsrichter falsch entschieden hat? Oder Team A will eine Szene challengen, bis zur Unterbrechung schießt Team A ein Tor. Bis dieses Tor gefallen ist gab es aber auch eine Szene die Tram B challengen möchte? Oder Team A will eine challenge beantragen, bis zur Spielunterbrechung schießt Team B ein Tor. Die Szene, Die Team A challengen lassen wollte war am Ende unberechtigt. Dafür gab es aber im Verlauf der einen Minute eine weitere Szene, die Team A challengen könnte?
Was ist, Wenn sich in der 85. Minute eine strittige Szene ergibt und die challenge kommt nach einer Minute und dann dauert es nochmal 2 Minuten bis zur Spielunterbrechung / Überprufung. Dreht man die Uhr dann auch wieder 3 Minuten zurück? Aktuell wird sofort nach Unterbrechung überprüft und die Zeit, die bis zur Entscheidungsfindung vergeht wird nachgespielt.

Das sind nur ein paar Beispiele, die mir in 2 Minuten einfallen. Da gibt es bestimmt noch Dutzend weitere Spielsituationen, die problematisch werden können, wenn man ein weiterlaufendes Spiel auf einmal wieder zurück pfeifft.

Warum muss man denn an dem jetzigen System etwas ändern? Es muss doch nur besser umgesetzt und transparenter werden...
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Alt 19.02.2019, 10:52   (Hamburg)
Unterstrich500
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Ich war und bin eigentlich immer noch Befürworter des VAR, sehe aber einfach nicht, wie das Spiel bei der momentanen Umsetzung in der Bundesliga dadurch ingesamt fairer wird. Nun, jetzt möge man mir direkt erwidern, dass es seit Einführung des VAR weniger Fehlentscheidungen gebe. Es mag richtig sein, dass einzelne Fehlentscheidungen korrigiert werden, de facto kommen aber zusätzliche Benachteiligungen hinzu: beim gestrigen Spiel kommt zusätzlich zum nicht gegebenen Elfmeter das Nicht-Einschreiten des VAR hinzu. Und das ist in meinen Augen völlig willkürlich, Foxo hat dies bereits gut beschrieben. Ich habe dieses Wochenende etliche Szenen gesehen, die 50/50 Entscheidungen sind, meinetwegen auch 60/40, bei denen der VAR einschreitet. Es hieß anfangs aber mal, dass dies nur bei "klaren Fehlentscheidungen" passieren solle. Demgegenüber erinnere ich mich in den vergangenen Wochen alleine an zwei klare Fehlentscheidungen in Dortmundspielen, bei denen der VAR nicht einschreitet: das Foul gegen Sancho und das Foul von Delaney gegen den Sarenren Bazee im Spiel gegen Hannover (infolgedessen Sarenren Bazee sogar monatelang ausfällt).

Auffällig ist für mich lediglich, dass das Einschreiten des VAR immer noch stark durch das Verhalten der benachteiligten Mannschaft beeinflusst wird. In beiden genannten Szenen wird die benachteiligte Mannschaft auch noch dafür "bestraft", dass sie nicht wild beim Schiedsrichter protestieren. Und das kann einfach nicht sein bzw. im Interesse der Fans/ Liga sein. Ich muss da beispielsweise an die Szene im Derby der Hinrunde denken, als Bentaleb sein Spiel _während_ des laufenden Spiels einstellt (und damit sogar auf eine klare Torchance verzichtet), um wie verrückt auf Daniel Siebert einzureden und wegen eines angeblichen Handspiels von Witsel ein Einschreiten des VAR zu fordern. Damals schritt der VAR ein (auch wenn es keinen Elfmeter gab), gestern oder beim Foul gegen Sarenren Bazee nicht.
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Alt 19.02.2019, 12:48
Logilas
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Teilweise gebe ich dir Recht, gerade in dem Punkt, dass Szenen oft nur überprüft werden, Wenn reklamiert wird. Aber nur weil die Fehlentscheidungen die nicht korrigiert werden jetzt doppelte Fehlentscheidungen sind kann man doch nicht sagen, dass das Spiel nicht fairer geworden ist.
Alleine dass es eigentlich keine Abseitstore mehr gibt ist ein riesen Schritt zur Fairness.
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Alt 19.02.2019, 13:05   (Hamburg)
Unterstrich500
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Ja, das finde ich super und bin tendenziell auch dafür, den Schiedsrichtern so viele technische Hilfsmittel wie möglich zur Verfügung zu stellen. Sei es die Torlinientechnik, VAR usw., Schiedsrichter sind auch nur Menschen und mache genauso wie die Spieler auf dem Platz Fehler. Ob dadurch mehr Fairness oder Gerechtigkeit durch den VAR gegeben ist, ist möglicherweise auch eher eine philosophische Frage. Für mich sind weniger Fehlentscheidungen aber nun nicht unbedingt mit mehr Fairness gleichzusetzen, wenn man sich durch Willkür und fehlende Transparenz dann wiederum ganz andere Baustellen schafft. Dass es sowas wie eine "absolute" Gerechtigkeit im Fußball nicht geben kann, ist auch klar, letztendlich kommt durch den VAR ja auch nur noch ein zusätzliches subjektives Kriterium hinzu. Gerade deswegen wäre es aber vielleicht sinnvoll, die Entscheidungen (beispielsweise beim Handspiel) noch stärker an objektive Kriterien zu binden und die Umsetzung einfach transparenter/ nachvollziehbarer zu gestalten. Was man aber auch sagen muss: mit der Einführung des VAR ist die Akzeptanz für Fehlentscheidungen der Zuschauer vor dem TV - und das sehe ich auch sehr stark bei mir - deutlich geringer geworden.

So hat das ganze für mich jedenfalls einen faden Beigeschmack. Eigentlich schade, denn ich fand die Umsetzung bei der WM im letzten Sommer z.B. sehr gut. Dass es den größten Aufreger in einem Spiel mit einem deutschen Schiedsrichter gegeben hat, passt irgendwie ins Bild.
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Alt 19.02.2019, 14:31
more-hahn
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selbst in der Champions League letzte Woche fand ich es schon wohltuend transparent, dass man das Bild, das der Schiri sich angeguckt hat, auch am TV gesehen hat. inklusive seiner abspielgeschwindigkeit, etc.
das kann doch in der BuLi kein Problem sein!
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david (19.02.2019)
Alt 20.02.2019, 09:07
FoxoFrutes
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Alex Feuerherdt von Collinas Erben war bei einem Bundesligaspiel im "Kölner Keller" und schildert in der aktuellen Folge seine Eindrücke von dort, insbesondere was die Kommunikation zwischen VAR und SR betrifft.

Außerdem interessant: es gibt offensichtlich eine Anweisung der FIFA an die Schiedsrichter, den Starspielern bei den großen Turnieren tendenziell weniger Karten zu zeigen, um die Attraktivität des Wettbewerbs zu wahren. Das ist für mich ehrlich gesagt ein handfester Skandal.
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Alt 20.02.2019, 09:23
Bear
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Benutzerbild von Bear

Joa, genau das selbe haben mir letztens Collinas Erben getwittert als ich danach gefragt habe wie zeitgemäß Gelbsperren noch sind. Statt dass sie den Kack einfach abschaffen gibt es so eine Idiotenlösung.
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Alt 20.02.2019, 12:24   (Bremen)
KillerKlasnic
 
Benutzerbild von KillerKlasnic

15-minütige Reportage zum Kölner Keller an einem Bundesligaspieltag.

Sehr interessant und zu empfehlen. Definitiv ein Schritt in die richtige Richtung, dass so ein Video veröffentlicht wird. Letztlich ist es aber auch nur ein Imagefilm. Die Szene mit Sarenren Bazee ist hier natürlich nicht zu sehen.
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FoxoFrutes (20.02.2019), jouston (20.02.2019), Lurchi (20.02.2019), Sami...in 3D! (20.02.2019)

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