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Bücher - Chronisten mit Schießeisen. Dieses Thema abonnieren
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Alt 27.08.2018, 10:26
Remsen
Ich bin der Präsident
 
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Abel Xavier Unsinn (27.08.2018), scnorweger (30.08.2018)
Alt 27.08.2018, 14:40   (Neubrandenburg)
kettcar
Neubrandenburger
 
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Kurze Buch(reihen)empfehlung für Science Fiction-Fans: die "Trisolaris"-Reihe vom Chinesen Cixin Liu. Die Reihe wird mittlerweile von zwei Schwergewichten der Literatur empfohlen (Barack Obama und Fry).
Zugeschlagen. Das erste Buch wurde inzwischen aufwendig als Hörspiel vertont. Ist allerdings bei den ganzen Personen schwierig den Überblick zu behalten. Ich hoffe mal das wird im Buch besser.

Trilogie ist dabei das Stichwort, das wusste ich vor dem Hörspiel nicht.
Dementsprechend genervt war ich vom "Ende", welches eben nur eine Zwischenstufe ist.

Da es bald länger auf ein Schiff geht musste die eBook-Version herhalten.
Bisschen rumgeguckt und die Versionen kosten überall gleich viel Geld.
Habe dann nicht übers Banner bestellt, sondern bei einem lokalen Buchhändler, die haben inzwischen fast alle eBooks (in dem Fall über Libri). Ich hoffe mal die bekommen dann wenigstens auch ein paar Prozente ab am Ende.
kettcar ist offline Mit Zitat antworten
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Micha 04 (27.08.2018)
Alt 27.08.2018, 14:42   (NRW)
Micha 04
SofaCoach
 
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Das Hörbuch habe ich auch gehört und mir ging es da am Ende ähnlich wie dir

Hat hier jemand den ersten Teil gehört UND gelesen? Gibt es Unterschiede zwischen beiden Versionen, oder kann man gut mit dem zweiten Buch einsteigen, nachdem man das Hörbuch gehört hat?
__________________
Und wenn ihr lesen könnt, dann seht euch an,
was auf unsern Fahnen steht:
Bis zum bitteren Ende
wollen wir den Weg mitgehen.
Micha 04 ist offline Mit Zitat antworten
Alt 27.08.2018, 14:48   (München)
Fry
-US-
 
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Also ich hab mich im Buch auch schwer getan mit den vielen chinesischen Namen. Zum Glück gibt es dort ein Namensverzeichnis ganz vorne, das habe ich dann in ziemlicher Regelmäßigkeit aufgeschlagen um zu sehen, wer da gerade etwas tut...
Aber durch diese Methode kennt man nach einem Viertel des Buches die Personen und hat keine Probleme mehr.

Kurzer Spoiler zu Band 2: es gibt sehr viele neue Personen...
Fry ist offline Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2018, 00:33
Captain Slow
Vote Quimby!
 
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Ich hab da mal wieder was gelesen das einigen von euch vielleicht gefallen könnte:

Blood, Sweat, and Pixels: The Triumphant, Turbulent Stories Behind How Video Games Are Made



Das Buch ist aufgeteilt in 10 abgetrennte Geschichten, jede erzählt die Entwicklung eines anderen PC-Spiels, von kleinen Indie-Produktionen bis hin zu großen Big Budget Titeln. Man bekommt vor allem die kleinen und großen Schwierigkeiten vor Augen geführt, die bei der Entwicklung eines Spiels, und sei es noch so klein auftreten. Manche sind einfach kleine HErzensprojekte einzelner Personen, welche sich irgendwann einfach völlig übernehmen (die Story um Stardew Valley), über teilweise komplett planlose Trottel an der Spitze des Studios (siehe Bungie bzw Destiny) bis hin zu Problemen außerhalb des Einflusses des Studios, welche tolel Spielideen zu Grunde richten (Star Wars 1313).

Wer einmal einen kleinen Einblick hinter die Kulissen werfen möchte ist mit diesem Buch super beraten, ich als absoluter Casual Gamer hab die Geschichten sehr genossen und mit den Leuten gelitten bzw mich über so manchen Trottel einfach aufgeregt. So soll es doch sein.
__________________
We have nothing to fear but the aliens and their vastly superior killing technology!
Captain Slow ist offline Mit Zitat antworten
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Bastinho (15.09.2018), Baumi (15.09.2018), Flo (16.09.2018), jouston (16.09.2018), kettcar (16.09.2018)
Alt 19.09.2018, 16:51   (Neubrandenburg)
kettcar
Neubrandenburger
 
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Vorm Urlaub viel Lesestoff besorgt, nichts geschafft.

Dafür endlich "Der dunkle Turm" zum zweiten Mal komplett durch (Teil 1-4 schon wesentlich öfter).
Wurde hier sicher schon oft genug erwähnt. Ich kann immer sofort eintauchen in Rolands Universum. Es ist ein bisschen, als würde man selbst mit auf die Reise mit ihm und seinen Gefährten gehen.

"The boy in the striped pyjamas"
Sehr kurz und sehr traurig. Der kleine Bruno zieht mit seiner Familie von Berlin nach Auschwitz (Vater ranghoher Kommandant).
Sowas hätte ich viel lieber in der Schule auseinandergenommen (aber erst 2006 geschrieben). Das Buch schafft nämlich so einige Kunstgriffe und bewegt sich abseits ausgelatschter Pfade.
Es wird keine Gewalt geschildert, obwohl es sie zweifellos gibt. Können sich Fitzek und Konsorten, die ihre Spannung teilweise aus extremsten Grausamkeiten ziehen mal ganz genau angucken. Denn auch ohne Gewalt geht einem das Schicksal der Figuren sehr nah.
Niemand sieht das große Ganze. Bruno nicht, weil er noch ein Kind ist. Aber auch sein Vater als führender SS-Mann kann sich Brunos Verschwinden später nicht erklären. Obwohl er Indizien hat bekommt er es nicht zusammen.
Der lakonische abschließende Kommentar (sinngemäß "Aber das ist lange her und kann sicher nicht wieder passieren, doch nicht in diesen Zeiten") hat mir dann den Rest gegeben. Denn das niemand mehr in der Lage ist das große Ganze zu sehen, obowohl alle Fakten offen daliegen, das sieht man viel zu oft. Nur noch schwarz und weiß, nur noch einfache Lösungen, nur noch Vorurteile usw. Schleichend kommen wir da doch wieder hin.

Absolute Leseempfehlung, wie gesagt es ist recht kurz. Gibt auch einen Film, ähnlich wie bei "The Road" glaub ich aber kaum, dass man die Stimmung beim Lesen auch in einem Film transportieren kann.
kettcar ist offline Mit Zitat antworten
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Fry (19.09.2018)
Alt 19.09.2018, 17:57   (München)
Fry
-US-
 
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Nach dem Ende vom Pyjamajungen habe ich glaube ich gut eine viertel Stunde einfach nur ins Leere gestarrt.

Und ja: der Film enttäuscht eher (kann ja nur). Ein Großteil des Reizes kommt ja gerade durch den Schreibstil.
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kettcar (19.09.2018)
Alt 12.10.2018, 20:48   (Neubrandenburg)
kettcar
Neubrandenburger
 
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"Der ewige Krieg" von Joe Haldeman (1974)

Weils hier öfter um Science Fiction ging.
Habs als Hörbuch durchgearbeitet und es hat seine Längen. Warum es die hat wird natürlich erst wieder zum Ende deutlich.
Der Autor war selber im Vietnamkrieg im Einsatz. Sein Buch spielt aber knapp 300 Jahre in der Zukunft. Die Menschheit jettet durchs Weltall, kann extrem große Distanzen überwinden. Dabei vergeht die Zeit auf der Erde aber schneller.
Außerdem gibts fiese Aliens (Taurier), über die man erst mal so gut wie nichts erfährt, mit denen man sich aber im Krieg befindet.

Tja und da geht sie los die Geschichte von William Mandella, dem Protagonisten. Er arbeitet sich durch den Drill und anschließend die militärische Karriereleiter hoch. Dabei gehts ordentlich blutig zur Sache und auch die Gefechte werden später detailliert beschrieben.
Zunehmend interessanter sind die Gedankenspiele, wenn es hin und wieder zur Erde zurück geht und dort in der Zwischenzeit extrem viel passiert ist. Wer so lange durchhält wird auch belohnt.

Spoiler, warum der Stil teilweise so ist, wie er ist:
Schon der Krieg gegen die Taurier basiert auf einem Missverständnis. Wenn man doch nur kommunizieren statt ballern könnte. Der Krieg hilft aber der Wirtschaft. Die ganze Sinnlosigkeit aktueller, ewig lang schwelender Konflikte wird deutlich. Mandella arbeitet sich die Karriereleiter hoch, obwohl er das gar nicht will. Er ist kein Held, er handelt teilweise als Instrument und ist auch nicht der edle tapfere Ritter, sondern eher ein Jedermann.
Bis zum Schluss in die höchsten Ränge rettet er seine Truppe nicht durch irgendwelche waghalsigen Stunts oder gewinnt entscheidende Schlachten, er macht einfach seinen Job. Am Ende ist die Menschheit so weit, dass nur noch ein perfekter Klon die Weltbevölkerung repräsentiert und der Krieg tatsächlich zu Ende ist.
Mandellas beeindruckende Militärkarriere war komplett sinnlos. Durch die Zeitverschiebungen hat er extrem viel Sold, aber Geld haben die Klone auch schon überwunden (zwischenzeitlich waren auch mal Kalorien Zahlungsmittel). All die Schlachten, all die Opfer, alle die Seiten die man sich durch blutrünstige Beschreibungen quälen musste, umsonst.
Aber Mandella bekommt am Ende, was er immer gewollt hat. Mit seiner Frau in Ruhe leben. Dem war sowieso egal was er beim Militär erreicht hat, diese Institution ist am Ende des Buches komplett überflüssig.

Muss man erst mal schaffen, eine Antikriegsgeschichte mit so viel Krieg zu schreiben.
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clubberer1974 (12.10.2018)
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