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[DFL] FCK - Defizit an Durchblick Dieses Thema abonnieren
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Alt 03.12.2018, 08:16   (Stuttgart)
Dejo
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Ja, traurig dass man mittlerweile auf Almosen vom FCB angewiesen ist. Das Spiel wurde übrigens bereits vor einigen Jahren im Rahmen des Wechsels unseres Jugendspielers Oliver Meier zum Bayern-Nachwuchs vereinbart. Dass es jetzt als „Benefizspiel“ beworben wird ist daher auch nicht die ganze Wahrheit. Aber gut, Sankt Uli bekommt seine Bühne und wir eventuell etwas Kohle. Win Win, kannste nicht meckern. Und zur Wahrheit gehört auch dass die damalige Vereinbarung eher dem guten Willen des FCB zuzuschreiben ist, denn der Spieler wäre ablösefrei gewesen.
Grundsätzlich weiß ich auch nicht ob es denn nicht andere Vereine gibt die ein solches Spiel mehr verdient hätten. Immerhin konnten wir für einen Thiele vor der Saison auch 300.000€ locker machen und treten mit einem Top-5 Etat an. Die Summe die dabei rum kommt wäre daher auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein, da der Verein schlicht und ergreifend ein strukturelles Problem hat, welches in Beton gegossen auf dem Betzenberg steht. So lange man die Zeche für die WM2006 und die Insolvenz des damaligen Bauträgers auch 20 Jahre später immer noch „alleine“ zahlen muss bekommt der Verein doch keinen Fuß auf den Boden wie die Entwicklung seit dem ja eindrucksvoll bestätigt. Egal welches Personal (Ex-Fußballer vs. außenstehende BWLer) oder welcher Ansatz (all-in vs. schwäbische Hausfrau) in den letzten Jahren im de oberen Ebenen des Vereins gefahren wurde, das Ergebnis blieb unterm Strich gleichbleibend schlecht. Beispielhaft: In einem Jahr stehen Orban, Heintz und Torrejon in der Innenverteidigung zur Verfügung und im nächsten Jahr läufst du mit Heubach und Vucur auf. Und das lag nicht immer daran das die Spieler unbedingt weg in Liga 1 wollten. Sondern weil jede Mark gebraucht wurde. Der Verein hat die letzten Jahre ein sattes Transferplus von rund 25 Millionen gemacht. Schlechte Arbeit sieht da wohl anders aus. Trotzdem stehen wir in der Wahrnehmung vieler Menschen immer als Fass ohne Boden da weil das Geld irgendwo drumherum (=Stadion) versickert. Letztendlich gräbt uns das im sportlichen Bereich laufend weiter an Substanz ab während es auf der anderen Seite nullkommanull voran geht. Und am Ende ist es eben so: You get what you paid for. Und wir zahlen dann halt Frontzeck und Maier. Ja, da gäbe es mit Sicherheit kreativere Ideen das bisschen was an Substanz noch da ist auf den Kopf zu hauen.
Eventuell bekommt man ja durch das Bayern-Spiel ein weiteres Jahr 3. Liga gestemmt, dann aber eher im Braunschweig-Modus und nicht mit einem Top-Etat. Denn keins der echten Probleme ist gelöst. Selbst wenn man nun einen irren Glücksgriff auf der Trainerbank landet habe ich keine Ahnung ob das so viel ändert da unsere derzeitige Struktur letztlich nur in Liga 1 existieren kann, was natürlich mehr als unrealistisch ist. Am Ende schrammt das was da seit Jahren abläuft gefühlt auch nur haarscharf an der Insolvenzverschleppung vorbei.

So. Viel länger als gedacht und vielleicht etwas durcheinander. Aber musste mal gesagt werden.
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„Wenn du raus gehst, gibt es kein Zurück"
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CrookedVulture (03.12.2018), Daniel84 (03.12.2018), Fazanatas (04.12.2018), Hennywise (03.12.2018), Kannibale (03.12.2018), Libertine. (03.12.2018), Logilas (03.12.2018), schnubbi (03.12.2018)
Alt 03.12.2018, 21:09   (Pfalz)
Martyr
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Im großen Ganzen gebe ich dir recht, vor allem was die Bürde des Stadions angeht. Sehe es auch so, dass die damit verbundenen Kosten dafür sorgen, dass der FCK nicht dort ist, wo er mit dem Potential an Fans und Attraktivität hin könnte.
Aber.
Selbst wenn man das abzieht, was uns das Stadion und die damit verbundenen Kredite, gestundeten Forderungen, Finanzamtsforderungen, etc. kosten, bleibt ja immer noch ein Betrag übrig, der über dem der meisten anderen Zweitligisten lag. Und trotzdem schaffen es Vereine wie Sandhausen oder Heidenheim, mit diesem Geld einen schlagkräftigen Kader zusammenzustellen. Und was noch viel wichtiger ist, die haben eine Konstanz im Kader, dass sie vielleicht ein paar Spieler abgeben müssen und selbst einige aussortieren können, aber ein Stamm von Leistungsträgern bleibt dem Verein erhalten. Genau das bekommt der FCK aber seit etlichen Jahren nicht mehr hin.
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Dejo (04.12.2018)
Alt 04.12.2018, 08:28   (Stuttgart)
Dejo
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Selbstverständlich gebe ich dir Recht dass man sportlich auch hätte mehr raus holen können. Keine Frage. Aber letztendlich entscheiden am Ende auch mal Nuancen die man selbst nicht immer beeinflussen kann. Die vierten und dritten Plätze in Liga 2 waren jetzt nicht völlig unter ferner liefen, sondern man hat vorne mitgespielt*. Der entscheidende Unterschied zu Heidenheim und Sandhausen ist dann aber dass wir unseren Stamm eben gar nicht halten können weil a) die Spieler vom Tabellenvierten im Schnitt mehr schon mehr Aufmerksamkeit größerer Vereine auf sich ziehen als die des Tabellenzwölften und b) eben genau die oben angesprochenen wirtschaftlichen Zwänge zuschlagen. Dass das Konstrukt in Liga zwei vielleicht zwei, drei Jahre funktioniert und danach zu Substanzverlust führt war klar.
Müller ist doch das beste Beispiel. Der wollte gar nicht unbedingt weg, aber Leipzig hat uns halt wichtige Kohle auf den Tisch gelegt. Seitdem haben wir sogar im Tor eine Baustelle weil Ehrmann nach 25 Jahren zum ersten mal kein Kaninchen aus dem Hut zaubert.
*(Der Aufstieg in Liga 1 wurde uns vom DFB auch nicht gegönnt. Ich weiß dass wahretabelle.de keine Aussagekraft besitzt aber zumindest eine Tendenz aufzeigt. Und wo andere Vereine in den Saisons 13/14 und 14/15 jeweils mit +-3 Punkten daher kommen steht der FCK mit -10 Punkten da.)
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Alt 04.12.2018, 09:11
mehl
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Grad mal gegooglet:

Zitat:
Statt einer bisherigen Mindestpacht von 3,2 Millionen Euro zahlt der Verein für die Nutzung der Arena auf dem Betzenberg nur noch 425.000 Euro, plus Betrieb und Unterhaltung, für die er selbst zu sorgen hat.
Gibt es in der 3. Liga überhaupt einen Verein, der noch so viel aufbringen muss?
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Zitat:
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Alt 13.12.2018, 21:16
mehl
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Der Kicker schreibt von ca. 12mio, die der FCK für eine weitere Saison in der 3. Liga benötigt.

http://www.kicker.de/news/fussball/3...cz3vmM9GRw9PEo
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Zitat:
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Alt 24.02.2019, 14:02   (Stuttgart)
Dejo
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Das ist echt so unfassbar deprimierend dieses Jahr. Wir haben einfach das mit weitem Abstand dümmste Team im Profifußball.
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Alt 11.03.2019, 10:02   (Saarbrücken)
Daniel84
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Hat jemand gestern den Auftritt von Klatt und Bader bei Flutlicht gesehen? Ich hab da echt ein flaues Gefühl im Magen, sie sind "optimistisch" dass es mit der Lizenzierung klappt. Das ist ja schön, und wenn nicht? Absolut peinlich war das Interview mit AR Littig, mal wieder herrlich für die Außendarstellung wenn die Differenzen so offen ausgetragen werden, Bader hatte ja ne Krawatte ohne Ende. Und dann nochmal Zwischenfinanzierung durch die Fans? Also an mir solls nicht liegen, meine paar Kröten Anleihe sollen sie nochmal verwenden, aber hört sich alles so an als käme der Tod dann auf Raten wenn nicht irgendwann doch der Investor in goldener Rüstung vorbeireitet und den Betze rettet. Puh, das hört sich weiter alles nicht gut an...
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Alt 16.05.2019, 07:48   (Stuttgart)
Dejo
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Die letzten Monate, vor allem aber die letzten Wochen gehts ja ziemlich rund bei uns. Heute ist vermutlich, denn sicher ist seit Wochen gar nix mehr, die alles entscheidende Sitzung des (hoffnungslos zerstitrittenen) Beirats und gleichzeitig hängt der Verein hängt am Tropf von Immobilienspekulanten und zwielichtigen Kreditgebern. Von Insolvenz bis Investment von 28Mio € auf 5 Jahre verteilt ist ja alles drin.
Ganz unemotional hat ja schon vor Wochen ein Insolvenzexperte aus Weimar, der sich mit über 100 Insolvenzen im deutschen Profisport beschäftigt hat, gesagt: "Man muss festhalten, dass der Verlauf des FCK in den letzten Jahren idealtypisch ist für eine Insolvenz."
Es wäre nicht ironiefrei, dass, wenn dieser Fall tatsächlich eintritt, das letzte Pflichtspiel des Vereins ein Verbandspokal-Finale gegen Wormatia Worms, und zwei Tage später ein Benefizpiel gegen Bayern wäre. Ein unwürdiger Schlusspunkt der ruhmreichen Vereinsgeschichte.


Hier mal die letzte Meldung vom SWR:
Zitat:
Einen solchen Poker hat der 1. FC Kaiserslautern noch nicht erlebt. Nachdem die Stuttgarter Firma Quattrex dem FCK keine weiteren Kredite mehr geben will, ist die Lizenz des Vereines wieder in Gefahr. Und im Hintergrund tobt in diesem Wirtschaftskrimi das Duell zwischen einer regionalen Investorengruppe und dem Luxemburger Flavio Becca.

Quattrex hatte den 1.FC Kaiserslautern für weitere Kredite aufgefordert, ein nachhaltiges finanzielles Konzept vorzulegen. Am Dienstag hatte es dazu Gespräche mit der regionalen Investorengruppe gegeben. Diese soll neben den bereits zugesagten drei Millionen Euro weitere 25 Millionen Euro für die kommenden fünf Jahre in Aussicht gestellt haben. Damit hätte die regionale Investorengruppe mit dem Angebot des Luxemburger Immobilienmoguls Flavio Becca gleichgezogen.

Aufgrund dieser Entwicklungen im Investorenpoker um den FCK schien die Einigung mit Quattrex - Stand Dienstagabend - nur noch Formsache. Mittwochabend dann doch die überraschende Absage von Quattrex.

....

Gelingt es den regionalen Geldgebern nicht, entsprechende Summen abzurufen, führt kein Weg mehr an Flavio Becca vorbei. Auch wenn der Luxemburger offenbar nach wie vor auf seine fragwürde Forderung nach dem Rücktritt von FCK-Beirat Michael Littig pocht.

In den vergangenen Tagen und Wochen gab es jede Menge überraschender Wendungen im Poker um die Zukunft des FCK. Am Donnerstag wird es eine Entscheidung geben. Dann tagt der Beirat des FCK. Dann wird entschieden, von wem wie viel Geld fließt. Schwer vorstellbar, dass dieser entscheidende Tag ohne personelle Veränderungen beim 1. FC Kaiserslautern endet.
Wen es mehr interessiert der kann hier eine ganz gute Zusammenfassung der komplizierten Gemengenlage lesen.
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Gerry Ehrmann
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Abel Xavier Unsinn (16.05.2019), CrookedVulture (16.05.2019), Daniel84 (16.05.2019), Kannibale (16.05.2019), PapaBouba (16.05.2019)
Alt 16.05.2019, 07:58
mehl
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Die Frage ist doch, was soll dieses dauerhafte Löcherstopfen noch bringen? Man schiebt das Problem immer nur weiter und dabei wird es größer und größer. Wäre denn ein Neuanfang in Liga 4 keine Option?
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Zitat:
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Alt 16.05.2019, 08:18   (Stuttgart)
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Die Frage stellt sich doch schon seit mindestens 10 Jahren, eigentlich länger, und es gibt anscheinend kein Interesse am Löcher stopfen was zu ändern

Ich wüsste zudem nicht wie man in der vierten Liga anfangen soll? Wenn dann startet man in der Kreisklasse. Falls man eine Spielstätte findet.
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Dejo ist offline Mit Zitat antworten
Alt 16.05.2019, 10:47
luke
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Ich wüsste zudem nicht wie man in der vierten Liga anfangen soll? Wenn dann startet man in der Kreisklasse. Falls man eine Spielstätte findet.
Gibt doch genug Beispiele, siehe zum Beispiel OFC oder FSV Frankfurt fallen mir jetzt direkt aus der Regio-SW ein.

Insolvenz heißt heute ja auch schon lange nicht mehr das es den Verein nicht mehr gibt etc. Theoretisch könntet ihr selbst im laufenden Insolvenzverfahren in der 3. Liga weiter spielen.
Insolvenz wird in der 3. Liga in der Saison der Anmeldung mit 9 Minuspunkten bestraft mehr nicht mehr.

EDIT
Ich glaub im schlimmsten Fall könntet ihr das Spielrecht der II. Mannschaft in der Oberliga mit der 1. Mannschaft übernehmen.
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Turn und Spielvereinigung von 1911


Geändert von luke (16.05.2019 um 12:17 Uhr)
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Alt 17.05.2019, 15:03   (WupperValley)
scorpio1018
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Trockene Tücher und so:

Zitat:
Flavio Becca erklärt sein Engagement bei den Roten Teufeln: „Mein Ziel war es nie hier ausschließlich den „Feuerwehrmann“ zu spielen, sondern langfristig den Verein zu begleiten mit dem Ziel, in die 1. Bundesliga zurück zu kehren. Gemeinsam mit Patrick Banf, Michael Klatt und Martin Bader haben wir ein schlüssiges Konzept entwickelt, das sowohl im sportlichen als auch im betriebswirtschaftlichen Bereich den FCK zurück in die Erfolgsspur führen kann.
https://fck.de/de/gemeinsame-erklaer...a-und-dem-fck/
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Ich versuche jetzt auch mal diese LetsPlay- und LiveStream-Klamotte

#PES2019 am Start.
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Alt 17.05.2019, 17:17
mehl
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Von Becca gibts doch "nur" einen Kredit, oder? Was hat sich damit dann genau geändert, außer, dass es noch mehr Schulden sind und eben wieder etwas Zeit gewonnen wurde? Die 2.6 bis 3mio Sofortkredit sind doch praktisch gleich weg, um die Lizenz zu sichern?

Wenn man dann liest, dass Becca noch das Stadion kaufen will...
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Zitat:
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Alt 18.05.2019, 19:32   (Stuttgart)
Dejo
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Das ist des Pudels Kern. Die anderen "Investoren" hätten auch nicht für den guten Zweck Geld reingebuttert. Allerdings ist es für mich unverständlich was da die letzten Wochen abging. Viel mehr hat nicht das Gefühl dass alles mit rechten Dingen zuging.

Andy Buck, bis letzte Woche Vorstand des Vereins nachdem sein Vorgänger R. Kessler schon von der Geschäftsführung um Bader und Klatt weggeekelt wurde hat sich nochmal auf Facebook geäußert und schwere Vorwürfe erhoben:

Zitat:
"Vorab ... das, was jetzt kommt, muss nicht jeder gut finden. Ist mir aber relativ egal. Die letzten Tage machen mich immer noch fassungslos. Ich bin froh, dass ich schon zurückgetreten bin; spätestens vorgestern hätte ich es ohnehin getan. ALLEINE wegen der Hoffnung auf die regionalen Investoren, habe ich mich zurückgehalten, aber mit dieser Entscheidung wurde dem Verein ein Bärendienst erwiesen. Kurze Zusammenfassung:

1. Becca hat bis heute nur eine Absichtserklärung (rechtlich nicht bindend) abgegeben. Und ein Darlehen angekündigt, bei dem nicht mal der Zinssatz richtig ausverhandelt wurde. Auch welchen Unternehmenswert Becca ansetzt, weiß bis heute keiner. Gute Karten in den Verhandlungen werden wir nicht haben. Fakten? Keine. Sportliches Konzept? Keines. Personelle Forderungen? Ja ... Michael Littig muss gehen. Er kennt ihn zwar nicht, aber egal. Kein Investor, dem in der nächsten Saison der sportliche Erfolg wichtig wäre, spaltet mit so einer Forderung bewusst schon zu Beginn die Fangemeinde. Macht keinen Sinn.

2. Die regionalen Investoren haben Gelder abrufbereit zur Verfügung gestellt. Darüberhinaus gab es ein sportliches Konzept mit weitreichenden Investitionen über die nächsten Jahre (Fröhnerhof, Kader etc.). Hier wäre ein Domino-Effekt weiterer regionaler Unternehmer mit weiteren Investitionen entstanden. Nach dem Motto: Die Pfalz steht auf!! Nicht einmal ein weiteres Darlehen von Quattrex hätte man benötigt. Eine Riesenchance für den Verein wurde vertan.

3. Aufsichtsräte und Beiräte können wir zukünftig abschaffen. Die wichtigen Entscheidungen treffen andere: Unsere Finanz"partner" bestimmen mit ihren Forderungen die Geschäftsleitung der KG; Quattrex bestimmt, wer Investor werden darf; Becca, wer im Aufsichtsrat bleiben darf oder gehen muss. Der Verein darf vielleicht zukünftig noch die Farbe der Servietten im VIP-Raum aussuchen.

4. Eine unsägliche Hetzjagd eines Journalisten der Zeitung mit den vier Buchstaben auf unterstem Niveau. Differenzierte Berichterstattung? Keine Spur. Fakten? Egal. Polemik und Beleidigungen? Natürlich. Aber nur in eine Richtung. Seltsamerweise erfuhren die Zielscheiben der Attacken keinerlei Rückendeckung seitens unseres FCK. Immerhin wurden Teile der Gremien aufs Übelste öffentlich diffamiert. Hier hätte man als FCK dazwischen hauen müssen. Das lag aber nicht im Interesse aller. Sogar beim Rücktritt von Michael Littig wurde noch einmal tief in die unterste Schublade gegriffen. Kritische Berichterstattung über Becca gab es nicht. Die Frage nach 50+1 und was der DFB macht, wurde nicht gestellt usw.

5. Verträge wurden seitens der KG den Vorständen des e. V. zur kurzfristigen Unterzeichnung vorgelegt, die bei einer Insolvenz sowohl privat- als auch strafrechtliche Folgen für die Vorstände hätten haben können. Nach Prüfung einer renommierten Kanzlei wurde uns dringend davon abgeraten, die Verträge in dieser Form zu unterzeichnen.

6. Gesprächsinhalte der internen Sitzungen waren innerhalb weniger Minuten im Internet nachzulesen. Höhepunkt war hierbei die Marathonsitzung bis 23:30 Uhr, bei der Michael Littig zurücktreten sollte, anschließend aber die regionalen Investoren präsentiert wurden. Keine Stunde später (um 0:30 Uhr) erschien ein Interview des Beiratsvorsitzenden mit Details und vereinsschädigenden Äußerungen in der Rheinpfalz Online. Eine Stunde zuvor war man sich in der Sitzung einig, dass Internas nicht nach draußen sollen. Das Konzept der regionalen Investoren wurde damals übrigens für sehr gut befunden (zumindest von der Mehrheit). Gut ... dann kam Quattrex mit neuen Bedingungen wieder ins Spiel. War ja überall nachzulesen. Der Rest ist bekannt.

7. Zu guter Letzt wurde sogar Gerry, der normalerweise wenig sagt, noch medial ins Boot geholt. Klar ... Gerry ist beliebt bei den Fans. Wir hatten von 1997-2002 auch eine tolle Zeit zusammen. Dass er seinen geäußerten Rücktritt (wenn Becca nicht genommen wird) anschließend wieder relativierte, machte es nicht viel besser.

8. Ich kenne Flavio Becca nicht persönlich und habe noch nie ein Wort mit ihm gewechselt. Vielleicht ist er auch ein ganz Netter? Keine Ahnung. Als Investor hätte ich auf jeden Fall mal das Gespräch mit den Vorständen sowie den anderen Mitglieder des Aufsichtsrates des FCK gesucht. Dies war ausdrücklich nicht gewünscht! So wurde es uns zumindest übermittelt. Warum das so war, weiß ich nicht; man kann nur darüber spekulieren. Die Regionalen haben sich allen vorgestellt und ihr Konzept in großer Runde erläutert.

9. Paul Wüst ist ein lieber Kerl, der am liebsten im Interesse aller handelt. Das wissen auch alle. Deshalb wird er aber auch permanent von allen Seiten bearbeitet und unter Druck gesetzt. Vermutlich hatte er einfach zu viel Angst, einen Fehler zu machen und wollte "auf Nummer sicher" gehen. Wenn man ihn kennt, dann weiß man, dass er in den letzten Wochen sehr gelitten hat und immer noch leidet.

Fazit: Aufgrund der Richtung, die der Verein eingeschlagen hat, macht es keinen Sinn, als "Markenbotschafter" tätig zu sein. Ich wüsste gar nicht, welche Werte ich vermitteln sollte. Diejenigen, die ich von früher beim FCK kenne (und wieder mit Leben füllen wollte), oder die aktuellen ... mit dem Konzept der regionalen Investoren hätte ich mich zu 100 % identifizieren können, weil dies eine Riesenchance gewesen wäre. Außerdem wurde mir gerade aktuell mein Email-Postfach beim FCK gesperrt ... warum auch immer. Eine "weitere enge Zusammenarbeit" sieht anders aus. Als offizieller Markenbotschafter des FCK hätte ich weiter mein vorhandenes Netzwerk im Sinne des Vereins nutzen können. Pläne und Ideen hierfür gab es genug. Es ist verdammt schade, dass es so gekommen ist. Eine große Chance für den FCK wurde (fürs erste) vertan. Aber ein Verein wie der FCK mit dieser Historie und diesen Fans stirbt nie ... lediglich die handelnden Personen kommen und gehen."
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Gerry Ehrmann
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Abel Xavier Unsinn (18.05.2019), Daniel84 (18.05.2019), jouston (19.05.2019), kettcar (Gestern)
Alt Gestern, 11:04   (Stuttgart)
Dejo
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Wenn es nicht so traurig wäre ....

Unsere Führung hat sich ja letztendlich für Flavio Becca als Investor entschieden. Also Investor ist falsch, weil er investiert ja erstmal nix sondern gibt nur Kredit. Bzw. hat sich mittlerweile rausgestellt dass es genaugenommen nur eine Bürgschaft ist. Aber ist egal weil das Modell Becca sah ja vor dass ein gewähltes Aufsichtsratmitglied gehen muss und der auf der Kippe stehende Bader sowie sein Vorstandskollege Klatt bleiben dürfen müssen.
Wie man lesen durfte war Beccas Angebot letztendlich einfach besser als das einer zweiten Investorengruppe. Denn die wollten doch tatsächlich auf offiziellem Wege Einfluss nehmen und einen Sitz im Beirat der FCK KGaA haben. Nunja, nachdem der gute Becca jetzt so fleißig investiert, Kredit gewährt, gebürgt hat durfte er also über die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und Vorstands entscheiden. Deswegen ist es ja auch nur logisch, dass Düdelingens neuer Trainer Emilio Ferrera auch sportlicher Leiter beim FCK wird. Wieso Düdelingen? Weil das ist der andere Club von Becca. Deswegen wird Ferrera auch Leiter bei Excelsior Virton in Belgien. Denn das ist Club Nummer 3 von Becca.

Kannste dir echt nicht ausdenken. Ein Typ von dem noch keine Mark geflossen ist bestimmt beliebig über den FCK. Infos gibts auf ner Pressekonferenz aus Düdelingen. Red Bull für Arme. Währenddessen kann der FCK laut Medien den ein oder anderen Transfer wegen mengelnder Kohle nicht realisieren. Aber wie sagte unser Aufsichstratvorsiztender doch schon vor Wochen: „Flavio sagt – es muss so sein oder ihr lasst es einfach sein“, erklärte Patrick Banf

Ich hätte im übrigen nichts gegen einen ganz normalen Investor. Der Geld investiert und damit gerne in 5 Jahren vielleicht auch mit Gewinn verkauft. Der, wie vorgesehen, auch einen oder zwei Sitze im Beirat bekommen kann und darüber Mitebsteimmung erhält. Aber klar. Der Flavio ist besser.
Lest euch gerne nochmal Andy Bucks Statement vom vorigen Post durch und ihr wisst in welchem Zutand der Verein/Klub was auch immer ist. Wirklich nur noch schwer erträglich Fan zu sein momentan.
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Baumi (Gestern), Daniel84 (Gestern), kettcar (Gestern)

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