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[multi] Abgeschlossene Videospiele, 2012 Dieses Thema abonnieren
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#16
Alt 22.09.2012, 20:01   (Leverkusen)
PES Nexus
SofaCoach
 
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Alles PS3

WWE 12

Der Multiplayer-Hit des Jahres bei uns. 6 Kumpel mit eigenem CAW in der Chamber. Ganz groß. Besser waren nur die 6 Man Ladder Matches. Totales Chaos und Zerstörung überall, inklusive Jubeln und posen mit ner WHC-Replika, nachdem man nach 40 Minuten der Gürtel abhängen konnte.

Der Singleplayer ist gar nicht übel. Gerade der erste Run im Weltmodus mit dem eigenen CAW ist sehr motivierend. RTWM hab ich zwar auch durch kann aber nichts genaues mehr dazu sagen. Am Ende gabs dann noch Platin.

9/10 da ohne Konkurrenz

Skyrim

Nach 130 Std.+ hab ich dann doch mal den HQ beendet. Zu Skyrim ist im Grunde alles gesagt. Einfach fantastisch und enorm zeitfressend. An Fallout 3 saß ich "nur" 60 Std. dann war die Luft etwas raus. Bei Skyrim wurde ich etliche Male von meinen Ziel ( Ich zock jetzt mal die letzten zwei Missionen) abgelenkt. Das war so ähnlich wie der James Woods Gag bei Family Guy.

"Oh, da is ne Höhle"
"Oh, ein Bandit"
"Oh, ein Artefakt"
"Oh, eine Dame in Not" etc.

Story war auch ganz gut und die ganzen Gildenmissionen eh.

9/10

Die Tage wird der Post erweitert.
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Adema (19.12.2012), Noc (23.09.2012)
#17
Alt 19.12.2012, 14:11   (Frankfurt a.M.)
mace
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Ich hänge jetzt eine Post an, damit der Thread wieder hoch kommt. Vielleicht motiviert das weitere User zu einem Beitrag.

Also das hier ist die Fortsetzung von diesem Post.

[PS3] Ice Age 4: Voll Verschoben!

Ja, ich hatte Bock auf einen Titel mit vielen kleinen Minispielen. Leider der schlechteste Titel, den ich bisher auf der PS3 hatte. Zeit zum kompletten Durchspielen: 1h27min, Zeit für Platin dann unter 3 Stunden. Am nächsten Tag das Spiel beim Gamestop zurückgegeben und den Kaufpreis in bar wieder mitgenommen.

Platin: ja
Wertung 0/10

[PS3] Tomb Raider: Underworld

Eigentlich schon ein sehr altes Spiel. Hat eine ganz gute Story a la Uncharted, leider ist die Steuerung beim Klettern bei weitem nicht so gelungen. Deshalb 1 Punkt weniger als Uncharted.

Platin: ja
Wertung: 5/10

[PS3] Lollipop Chainsaw

Ein Spiel, das man liebt oder unglaublich bescheuert findet. Ich gehöre zum ersten Teil. Völlig abgefahrene "Story" mit vielen Anspielungen auf genaue abgedrehte Filme. Halbnackte Cheerleadering mit dem Kopf Ihres Freundes am Bikini metzelt mit einer Kettensäge Zombies. Umfang eher gering, aber abwechslungsreich.

Platin: ja
Wertung: 8/10

[PS Vita] Little Deviants

Ein Launchtitel, um die Steuerung der Vita mal voll auszunutzen. Nicht mehr, nicht weniger.

Platin: nein
Wertung: 6/10

[PS3] Tekken Tag Tournament 2

Nach dem enttäuschenden Tekken Hybrid endlich die Wiedergutmachung. Das Spiel wird auch mit reichlich DLC unterstützt, der grundsätzlich kostenlos ist. Insgesamt eine konsequente Weiterentwicklung von Tekken 6, die durch den Tag Modus einiges an Tiefgang bietet. Und endlich mal ein brauchbarer Online-Modus. Der Singleplayer-Part ist wie üblich Quatsch.

Platin: ja
Wertung: 8/10

[PS3] Machinarium

Ein Puzzle/Adventure, bei dem kein Wort gesprochen wird und trotzdem eine wirkliche schöne Geschichte erzählt wird. Anspruchsvoll, aber nie zu schwer. Toller PSN Titel.

100%: ja
Wertung 8/10

[PS3] Hell Yeah!

Weiteres PSN Spiel, dieses Mal ein Action-Jump'n'Run. Recht bekloppte Story, aber sehr gut spielbar und abwechslungsreich. Leider ist die Konsole sehr oft eingefroren.

100%: ja
Wertung: 7/10

[PS Vita] Gravity Rush

Platz 2 meiner Spiele dieses Jahr. Nutzt die gesamte Steuerung der Vita sinnvoll und erzählt trotzdem eine tolle, fesselnde Geschichte. Toll, dass sich auf der Vita eine völlig neue Marke gebildet hat und es sich nicht um eine simple Portierung handelt.

Platin: nein
Wertung: 9/10

[PS3] Borderlands 2

Der Sieger gleich hinterher. Absolutes Top-Spiel, alle Kritikpunkte aus Teil 1 sind behoben. Die Story ist erstaunlich gut erzählt für so ein Spiel, absolut super spielbar und süchtig machend. Einziger Kritikpunkt: konnte man die Haupt- und Nebenmissionen im Hauptspiel noch sehr abwechslungsreich gestalten, trifft das für die DLCs bisher nicht zu. Da sinds überwiegend simple "Töte A und hole 30 B" Quests.

Platin: ja
Wertung: 9/10

[PS3] Need for Speed: Most Wanted

Was für ein Blender-Spiel. Am Anfang hält man es für ein Umfang-Moster, nach einigen Stunden wird klar, dass es nicht so ist. Es gibt zwar über 40 Autos mit je 5 Events, insgesamt aber nur 50 oder 60 verschiedene Rennen. Das liegt daran, dass verschiedene Autos am selben Event teilnehmen. Hat man alle 5 Events mit einem Auto gespielt, ist auch zwingend Schluss mit dem Wagen. Auch der Multiplayer-Modus war in Burnout Paradise deutlich abwechslungsreicher. Dafür eine geschenkte Platin, mit Abstand die einfachste dieses Jahr.

Platin: ja
Wertung: 4/10

[PS3] Ratchet und Clank HD

Teil 1 der HD Trilogie. Schlechter spielbar als die Teile auf der PS3, hoffentlich auch der schwächste der Trilogie. Einige Design-Fehler im Spiel nerven schon erheblich, ansonsten solide Jump'n'Run Kost und lustige Waffen, wie immer bei Ratchet und Clank.

Platin: ja
Wertung: 6/10

[PS3] Black Ops 2

Ich find's toll, sowohl im Singleplayer als auch im Multiplayer. Und im Zombie-Modus, der diesmal sogar etwas wie eine Story bietet. Der Multiplayer hat meines Erachtens sinnvolle Verbesserungen, aber sicherlich spaltet das wie immer die Spieler. Was soll's, mir macht's Spaß. Wird eine der ersten Platins sein, die mir tatsächlich zu schwer sind. Die Herausforderungen im Singeplayer sind teilweise schwer, teilweise einfach nur Glück (Beispiel: "Lege dich auf eine Granate und überlebe". Im ganzen Level werden ca. 2 Granaten geworfen und meistens wer-weiß-wohin. Restart from Checkpunkt gibts leider nicht und solang das nicht da ist, ruht der Singleplayer.). Die Entscheidungen im Singleplayer sind eine nette Idee, beeinflussen letztendlich aber fast nur Videosequenzen und nicht das Spiel selbst a la Heavy Rain. Die Strike-Force Missionen sind "komisch".

Platin: nein
Wertung: 8/10
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Adema (19.12.2012), bob (19.12.2012), jouston (19.12.2012), Noc (19.12.2012), PapaBouba (25.01.2013), scorpio1018 (19.12.2012)
#18
Alt 21.01.2013, 13:24   (Treuchtlingen)
Baumi
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Gute Vorsätze soll man halten, deswegen werde ich meine Liste von durchgespielten Spielen 2012 hier noch vervollständigen, bevor es (hoffentlich dann regelmäßig) mit den abgeschlossenen Spielen 2013 weitergeht.

Februar:

Ab Februar war der Urlaub dann rum, was natürlich weniger Zeit fürs Zocken gelassen hat. In den Folgemonaten hats dann meistens nur noch zu einem oder höchstens zwei Spielen pro Monat gereicht.

Im Februar habe ich mich hauptsächlich mit Final Fantasy XIII-2 beschäftigt, danach habe ich einen 2. Durchgang von Mass Effect 2 gestartet, da ich unbedingt noch einen Spielstand mit allen Entscheidungen aus ME 1 und 2 für Teil 3 im März haben wollte.

Final Fantasy XIII-2 [PS 3]
Wertung: 7,5



Auch wenn mich Final Fantasy XIII nicht voll und ganz überzeugen konnte, war ich eigentlich mit dem flotten Kampfsystem zufrieden. Nach meinem anfänglichen Schock, als FF XIII-2 angekündigt wurde - mir hätte ein vollwertiger neuer Teil XV weitaus besser gefallen (und XIV ist ja mal wieder ein MMORPG) - war ich nach den ersten Vorberichten doch ziemlich gespannt. Die Aussicht auf eine nicht-lineare Story mit Zeitreisen und Monsteraufzucht klang doch auf jeden Fall nicht schlecht.

"Nicht schlecht" triffts dann eigentlich auch ganz gut, wenn man das Spiel beschreiben möchte. Die Story ist wie in Teil XIII leider nicht übermäßig interessant und auch die Charaktere sind ziemlich platt und langweilig. Was es dann für mich wieder herausreißt, ist das Kampfsystem mit seinen sogenannten Paradigmen, die den Charakteren verschiedene Rollen (Magier, Angreifer, Heiler, Unterstützer usw.) zuweisen. Diese Paradigmen kann und muss man im Verlauf der schwierigeren Kämpfe auf Knopfdruck wechseln, um auf die verschiedenen Phasen und Situationen reagieren zu können.

Dazu kommt, dass das Spiel stellenweise wirklich fantastisch aussieht und mir auch der Soundtrack ziemlich gut gefällt. Das Fangen und Aufleveln der Monster, die als ständiges 3. Kampfmitglied zur Seite stehen und zusammen mit den Paradigmen im Kampf ausgewechselt werden können, ist leider weniger komplex, als ich mir das gewünscht hätte, aber dank des Sammelaspekts immerhin noch interessant genug.

Final Fantasy XIII-2 ist bei weitem nicht so langatmig wie sein Vorgänger und bietet durch das Zeitreisesystem genug Freiheit, da man die Story und die Nebenaufgaben nach seinen Vorstellungen spielen kann. Die Nebenaufgaben waren dann für mich tatsächlich interessant genug, um bis zur Platin-Trophäe dranzubleiben. Die Jagd nach einzigartigen Monstern für die eigene Party und die harten optionalen Bosse waren mir Anreiz genug.

Leider hat Square Enix die Kuh noch nicht genug gemolken und noch einen 3. Teil der "großartigen" Final-Fantasy-XIII-Reihe angekündigt, für das man nochmal zahlen darf, um dann auch mal den Abschluss der Geschichte erleben zu dürfen, weil man in XIII-2 das Ende ja offen gelassen hat.

März:

Der März 2012 war für mich der Mass-Effect-Monat! Ich hätte die Mass-Effect-Reihe ja beinahe verpasst, als ich mir 2010 mal Teil 1 von einem Kumpel für die Xbox 360 ausgeliehen hatte und mich im Anschluss an die erste Mission auf der Citadel hoffnunglos überfordert gefühlt habe. An allen Ecken und Enden dieser riesigen Raumstation trifft man auf unterschiedliche Alien-Rassen, Technologien, Geschichten und Hintergrundinfos, dass man gar nicht mehr weiß, wo hinten und vorne ist. Ich hab das Spiel dann meinem Kumpel zurückgegeben und für mich beschlossen, dass Mass Effect halt einfach nix für mich ist.

Mass Effect 2 [360]
Wertung: 10,0



Gott sei Dank habe ich mich geirrt und nur einem Schnäppchen-Angebot aus UK für Teil 2 ist es zu verdanken, dass ich Mass Effect nochmal eine Chance gegeben habe. Teil 2 hat mir soviel Spaß gemacht, dass ich mich wirklich für das ganze Mass-Effect-Universum interessiert habe, also habe ich mir nach dem Durchspielen von Teil 2 nochmal Teil 1 besorgt und auch diesen durchgespielt.

Für Teil 3 wollte ich aber unbedingt "meinen" Spielstand haben, um auch "meine" Story zu ihrem Abschluss zu bringen. Also habe ich den abgeschlossenen Spielstand von Teil 1 importiert und einen 2. Durchgang in Mass Effect 2 gestartet. Im Unterschied zum 1. Durchgang hatte ich mir diesmal alle Add-Ons heruntergeladen um auch alles zu erleben, dass das ME-Universum zu bieten hat.

Mass Effect 2 ist in meinen Augen eines der besten Spiele der letzten 10 Jahre. Story, Charaktere und das ganze Universum, dass in diesem Spiel (weiter) aufgebaut wird, gibt es in diesem Umfang und in dieser Tiefe bei kaum einem anderen Spiel. Durch die Entscheidungsfreiheit und die optionalen Missionen für jedes Crewmitglied kann man wie in keinem anderen Spiel "seine" Geschichte erleben.

Die Rollenspiel-Elemente wurden im Vergleich zu Teil 1 leider reduziert, dafür ist das Gameplay actionreicher und in meinen Augen auch interessanter. Es ist zwar nun mehr 3rd-Person-Shooter mit Rollenspielelementen als anders herum, spielt sich daher aber auch flüssiger und abwechslungsreicher.

Nachdem ich dann Mass Effect 2 zum 2. Mal durchhatte, konnte ich auch nahtlos mit Teil 3 weitermachen und war gespannt, wie "meine" Geschichte nun ausgehen wird. Würde ich das Universum und alle meine Verbündeten vor den Reapern retten können, welche offenen Fragen aus den ersten beiden Teilen würden beantwortet und würde ich endlich erfahren, wie zum Teufel diese Quarianer unter ihren Helmen aussehen?
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Mass Effect 3 [360]
Wertung: 9,0



Eines vorweg: nicht alle meine Fragen wurden zufriedenstellend beantwortet und auch das Ende fand ich nicht so prickelnd, aber bei weitem nicht so schlimm, dass es so einen Shitstorm geben hätte müssen, wie es ihn vor allem in Amerika gab.

Vor allem im Spielverlauf wurden alle losen Enden, die es in den beiden Teilen zuvor gab, zu einem für mich mehr als zufriedenstellenden Ergebnis gebracht. Ich hatte u. a. die Xenophage rückgängig gemacht und dabei einen guten Freund verloren und die Quarianer und Geth davon überzeugt, dass eine Koexistenz von organischen und synthetischen Lebensformen möglich ist. Am Ende der Saga konnte ich den Controller zufrieden zur Seite legen und mich über den Ausgang "meiner" Geschicht freuen.

Spielerisch hat sich im Vergleich zu Teil 2 nicht viel getan, leider wurden die Auswahlmöglichkeiten noch weiter eingeschränkt. Das Skillsystem wurde simpler gestaltet und auch die Anzahl der verfügbaren Crewmitglieder hat sich verringert, von denen auch einige ziemlich platt und uninteressant sind (v. a. James Vega ). In den Leveln selbst gibt es leider auch nicht mehr ganz so viel zu entdecken wie noch in Teil 2, sie sind insgesamt auch noch geradliniger und dadurch auch um einiges langweiliger. Man hat leider zu oft das Gefühl, dass man wie auf einer Checkliste noch alles zu Ende bringen soll und die Level einem dabei nicht in die Quere kommen wollen - Teil 2 hat mir da um einiges besser gefallen.

Insgesamt ist Mass Effect 3 spielerisch eine noch weiter verschlankte Version von Teil 2, Gott sei Dank sind aber die wichtigsten Charaktere und Storystränge immer noch sehr gut und ausführlich geschrieben. Bei den Nebenmissionen und -charakteren hat man sich leider nicht mehr ganz so viel Mühe gegeben wie noch in Teil 2. Ich habe das Spiel trotzdem sehr gerne gespielt und war auch sehr zufrieden damit, auch wenn man aus meiner Sicht noch viel mehr daraus hätte machen können.

April:

Im April ging es etwas ruhiger zu, ich habe über die Osterfeiertage mal wieder mein Super Nintendo rausgekramt, da ich irgendwo im Netz über einen Bericht zu Terranigma, einem meiner absoluten Lieblingsspiele, gestossen bin und daraufhin unheimlich Bock hatte, es nach ca. 10 Jahren mal wieder durchzuspielen. Ansonsten habe ich noch mit Trials Evolution und Radiant Historia begonnen, die ich aber erst im nächsten Monat durchgespielt habe.

Terranigma [SNES]
Wertung: 9,0



In Terranigma übernimmt man die Rolle des Jungen Ark, der im Dorf Krysta lebt. Sein ganzes Leben hat er nur innerhalb des Dorfes verbacht, deshalb war das Verbot des Dorfältesten, die verschlossene Tür in seinem Haus zu öffnen, zu verlockend, um es zu ignorieren. Dahinter findet er eine magische Kiste, die fortan als Inventar dient und in der eine seltsame Kreatur namens Fluffy, der wie ein Halbbruder von Kirby aussieht, eingesperrt war.

Durch das Öffnen der Kiste lässt ein Fluch alle Dorfbewohner außer Ark und dem Dorfältesten zu Eis erstarren. Ark bleibt also nichts anderes übrig, als dem Befehl des Ältesten zu folgen, das Dorf zu verlassen und die fünf Türme der Außenwelt zu erforschen, um den Fluch aufzuheben. Diese fünf Türme sind jedoch nur der Auftakt, da es neben der Unterwelt, in der Ark bisher gelebt hat noch eine Oberwelt gibt. Letztendlich bricht Ark zu einem Abenteuer auf, dessen Ziel nicht weniger als der Wiederaufbau der kompletten Erde ist, so wie wir sie kennen.

Spielerisch ist Terranigma ein Zelda-Klon mit einem größeren Fokus auf das Kämpfen und Aufleveln als auf das Rätsellösen. Das Kampfsystem ist daher schön flüssig gestaltet und Ark kann mit seinen Kampfstäben vier verschiedene Attacken auslösen, die man teilweise auch miteinander Kombinieren kann.

Anfangs ist man in seinem Abenteuer stark eingeschränkt und kann nur von einem Ort zum nächsten - mit der Rückkehr der Menschen auf die Erde bekommt man aber ab gut der Hälfte des Spiels ein Boot und später sogar ein Flugzeug (samt modernen Mode-7-Effekten), was dem Forscherdrang natürlich zu gute kommt.

Die Grafik ist gehobene SNES-Klasse und die Musik ist schlicht fantastisch und unterstreicht die Stimmung des Spiels gekonnt von fröhlichen Melodien im Dschungelparadies bis zu unheimlichen, düsteren Klängen beim Erforschen eines verfluchten europäischen Schlosses.

Vor allem die Story hat sich bei mir schon seit Jahren ins Gehirn eingeprägt, da sie vor allem zum Schluss sehr melancholisch und auch ziemlich traurig ist und mir schon damals, als ich noch 13 war, gezeigt hat, was für unglaublich interssante und einzigartige Geschichten Videospiele erzählen können. Terranigma ist eines der prägensten Spiele für mich und ein großer Grund warum ich heute - fast 17 Jahre später - noch immer fasziniert vom Medium Videospiele bin. Danke an Enix und das Entwicklerteam Qunitet für dieses Erlebnis!

Mai:

Trials Evolution [360] (Arcade)
Wertung: 8,5



Was für ein süchtig machendes Spiel! Mit einem Motocross-Bike über Hindernisparcours heizen und dabei neue Bestzeiten aufstellen - immer die besten Zeiten deiner Konkurrenten aus der Freundesliste als Geister im Blick. Für knapp 3 Wochen gab es nicht schöneres nach einem anstrengenden Arbeitstag als die Jagd nach Rekordzeiten auf immer schwieriger werdenden Kursen.

Das geniale dabei ist, dass man außer Gas geben, Bremsen und Gewichtsverlagerung des Fahrers mit dem Analogstick keine anderen Steuerungsmöglichkeiten braucht, da das Spiel das simple, aber süchtig machende Spielprinzip mit einer tollen Physikengine verknüpft.

Trials Evolution ist eines der Spiele, in die man leicht reinkommt und sich dann so richtig reinsteigern kann, bis man alle Kurse perfekt beherrscht. Dazu kommt dann noch ein Editor, der seinesgleichen sucht. Teilweise baut die Community nicht nur neue Rennstrecken, sondern bastelt zuweilen komplett andere Genres. Außerdem bietet das Spiel noch mehrere Online- und Offline-Mulitplayer-Modi. Für mich so ziemlich das beste Spiel, das 2012 auf Xbox Live Arcade erschienen ist.
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Radiant Historia [DS]
Wertung: 9,0



Radiant Historia ist für mich das zweite Japano-RPG in diesem Jahr nach Final Fantasy XIII-2, das eine Zeitreisefunktion hat. Aber dieses Spiel von Atlus zeigt dem Branchen-Riesen Square Enix mal, wie man sowas richtig macht und vor allem, wie man eine interessante Geschichte mit interessanten Charakteren schreibt, aus der nicht dieser Emo-Japano-Stil wie bei Final Fantasy in den letzten Jahren tieft.

Man übernimmt die Rolle des Soldaten Stocke, der Mitglied einer speziellen Abteilung des Militärs ist, die auf Spionage und Informationsbeschaffung spezialisiert ist. Der Kontinent, auf dem die Handlung stattfindet ist zum Großteil in zwei große Königreiche geteilt, die sich im Krieg um Land und Boden befinden, da seit Jahren eine Plage herrscht, die das Land vertrocknet, nur Wüste hinterlässt und immer weiter fortschreitet.

Recht früh in der Handlung erhält man die weiße Chronik, ein Buch, das es ermöglicht durch die Zeit zu reisen. Dadurch spaltet sich das Spiel in viele verzweigte Wege auf, die man nach Wunsch bereisen und fortführen kann. An gewissen Punkten ist es notwendig, in einem anderen Zeitstrang Gegenstände oder Spezialfähigkeiten zu erlangen, um in einer anderen Zeitlinie weiterzukommen. Dadurch entspinnt sich nach einem etwas schleppenden Start eine spannende Geschichte mit vielen Wendungen.

Grafisch bietet das Spiel eine hübsche 2D-Optik, die aber nicht sonderlich spektakulär ist. Dafür ist der Soundtrack so ziemlich das Beste, das aus den DS-Lautsprechern (besser: dem DS-Kopfhöreranschluss) kommen kann.

Neben der großartigen Zeitreise-Story und dem Soundtrack ist vor allem das Kampfsystem der große Pluspunkt dieses Spiels. Rundenbasiert zieht hier die eigene Party auf zwei 3 x 3 großen Feldern gegen die Gegner in den Kampf. Jeder Charakter besitzt Spezialangriffe, mit denen die Gegner von ihren Feldern auf benachbarte Felder befördert werden können.

Idealerweise versucht man, alle Gegner auf ein Feld zu prügeln und die Runde dann mit einer Spezialattacke abzuschließen. Da man außerdem die Zugreihenfolge der eigenen Partymitglieder festlegen kann, sind lange Angriffsketten möglich um so den Schaden zu vergrößern.

Man merkt dem Spiel an, dass hier Leute am Werk waren, die ihr Handwerk verstehen (Shin Megami Tensei, Etrian Odyssey). Für mich eines der besten Japano-Rollenspiele der letzten Jahre.

*Update 25.01.13*

Juni:


Im Juni war dann die EURO 2012 angesagt, was die Zeit fürs Zocken natürlich noch weiter eingeschränkt hat. Deshalb habe ich mit Everbody’s Golf für die PS Vita und Theatryhthm Final Fantasy für den 3DS hauptsächlich Spiele gespielt, die man mal kurz in der Halbzeitpause oder (im Fall von Everybody’s Golf) auch mal nebenbei während eines Fußballspiels spielen kann.

Everybody’s Golf [PS Vita] (PSN)
Wertung: 9,0



Everybody’s Golf war schon seit langem eine Reihe, von der ich mir ein Spiel zulegen wollte. Seit Mario Golf 64 habe ich eigentlich immer wieder ganz gerne ein paar Partien auf dem virtuellen Golfplatz hingelegt, aber mir eigentlich nie selbst ein Golfspiel gekauft, sondern meist mit einem Kumpel gezockt.

Als die PS-Vita-Fassung von Everybody’s Golf für knapp 15 Euro im PSN verfügbar war, habe ich dann einfach mal zugeschlagen und es nicht bereut. Der Einstieg ins Spiel fällt ziemlich leicht, vor allem, wenn man schon mal ein virtuelles Golfspiel gespielt hat. Die Auswahl an Kursen und deren Design ist gut und wird mit der Zeit dezent schwieriger, da es immer mehr Hindernisse gibt (Bunker, Wassergräben) und die computergesteuerten Gegner immer fehlerfreier spielen.

Grafik und Sound sind ganz nett, aber nicht weltbewegend und das Design der Figuren geht auch in Ordnung. Dazu kommt noch ein gelungener Online-Modus, wo es neben klassischen Duellen auch tägliche Herausforderungen gibt, die ständig durchwechseln.

Sonst kann man eigentlich nichts mehr Großartiges über den Titel sagen – es ist und bleibt nunmal Golf. Wer also Golfspiele á la Mario Golf mag, wird mit diesem Titel mehr als glücklich.
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Theatryhthm Final Fantasy [3DS]
Wertung: 7,0



Theatryhthm – was für ein Name! Rollt leicht von der Zunge und lässt sich gut merken, außerdem weiß jeder sofort, was damit gemeint ist. Wie? Keine Ahnung, was sich hinter diesem genialen englischen Wortspiel aus „Theatre“ und „Ryhthm“ verbirgt? Natürlich ein Rhythmusspiel zu unser aller Lieblings-Japano-RPG-Serie Final Fantasy.

Man pickt sich eine 4er-Party aus Charakteren von Final Fantasy I bis XIII heraus und tippt, streicht und fährt mit dem Stylus zur tollen Musik der Serie auf dem Bildschirm entlang. Dazu packt man dann eine ganz, ganz kleine Prise RPG-Elemente in Form von Erfahrungspunkten und Gegenständen hinzu, die einem mehr Fehler und ein paar kleine Hilfen während der Lieder ermöglichen.

Im Kern gibt es 3 verschiedene Arten von Songs bzw. Levels: die Umgebungs-Levels, in der die Truppe sich von Punkt A nach Punkt B bewegt und man nur einen Pfad hat, auf dem Einem die Symbole entgegenkommen, die man im Rhythmus wegdrücken muss. Dann gibt es noch die Battle-Levels, in denen man gegen Monster antritt und jedes eurer Partymitglieder seinen eigenen Pfad hat, auf denen euch die Symbole um die Ohren fliegen. Zu guter Letzt gibt es dann noch die Event-Levels, die vor einer der vielen Zwischensequenzen der Reihe spielen und deren Pfad sich quer über den Bildschirm schlängelt.

Das Ganze wird begleitet von einer Knuddel-Optik, in der die Figuren in kleinen putzigen Varianten dargestellt werden. Nicht ganz mein Fall aber zweckmäßig. Über jeden Zweifel erhaben und für mich der klare Kaufgrund ist natürlich die großartige Musik, vor allem von Teil I bis XI, wo noch der überragende Nobuo Uematsu für die Vertonung der Reihe zuständig war.

Ich bin mit dem Spiel eigentlich ganz zufrieden, denn mehr als ein nettes Rhythmusspiel mit toller Musik zu einer Spieleserie, die mich schon seit Jahren begleitet, habe ich eigentlich nicht erwartet. Mit über 70 Songs ist auch eine mehr als ausreichende Songauswahl vorhanden – der Blick in den Downloadstore zeigt Einem aber noch 52 weitere Songs, die aber jeder (!) einen Euro kosten, womit man bei einem stolzen Preis von 52 Euro wäre. Da der DLC somit für mich flachfällt, ist das Spiel auch relativ schnell durch und die Jagd nach Highscores hat mich bislang noch nicht gereizt – ich lege das Spiel aber auch jetzt immer noch ganz gern mal für ein paar Songs zwischendurch ein.

Geändert von Baumi (25.01.2013 um 13:51 Uhr)
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#19
Alt 25.01.2013, 14:18   (Treuchtlingen)
Baumi
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So, den Juni habe ich in den oberen Post eingefügt und den Rest des Jahres hier als neuen Beitrag, da ich sonst das Limit für die maximale Anzahl an Zeichen gesprengt hätte .

Juli:

In diesem Monat habe ich nur Gravity Rush abgeschlossen, das ich aber schon Mitte des letzten Monats begonnen hatte. Daneben habe ich weiter Everybody’s Golf gezockt, da es mich auch nachdem ich alle Kurse durchgespielt hatte nicht losgelassen hat.

Gravity Rush [PS Vita] (PSN)
Wertung: 9,0



In Gravity Rush übernimmt man die Rolle von Kat, einer jungen Frau, die unter Amnesie leidet daher etwas verwirrt in der der schwebenden Stadt Hekseville zu sich kommt. Schnell findet sie heraus, dass sie mit Hilfe ihres Begleiters Dusty, einer magischen schwarzen Katze, für eine begrenzte Zeit die Schwerkraft kontrollieren kann. Da sie die Richtung der Gravitation beeinflussen kann ist es somit ein Leichtes, sich fliegend durch die offene Spielwelt zu bewegen.

Hier liegt auch der große Reiz des Spiels, da man die offene Spielwelt relativ frei erkunden kann. „Relativ frei“ deshalb, weil der Großteil der Welt zunächst verschlossen bleibt und erst nach und nach durch das Abschließen von Story-Missionen freigeschalten wird. Neben diesen Story-Missionen gibt es einen Haufen Nebenmissionen, die von Gegner auf Zeit verkloppen bis zu Checkpoint-Rennen durch die Spielwelt reichen. Durch die Nebenmissionen und die überall in der Stadt verteilten Kristalle erhält man Skillpunkte, die man dann auf die Fähigkeiten verteilen kann. Dies ist vor allem wichtig für die Dauer, die man die Schwerkraft manipulieren kann, da man nicht unbegrenzt durch die Gegend fliegen kann.

Neben dem Erkunden der Welt verbringt man die Zeit meistens mit dem Bekämpfen der Monster, die die Stadt terrorisieren. Da man die Gegner nicht nur mit Standard-Geprügel auf dem Bogen, sondern auch durch Gravitationsspielereien, wie Flugkicks und dem Werfen von herumliegenden Gegenständen durch eine Art Telekinese malträtieren kann, unterscheidet sich das Spiel angenehm von anderen Vertretern des Genres. Dazu kommt noch die hübsche Optik in einer Art Cell-Shading-Stil mit tollem Art-Design und die Zwischensequenzen im Comik-Look.

Ich hatte großen Spaß an diesem Spiel, da man durch die Manipulation der Schwerkraft wirklich jede Ecke der Spielwelt erkunden kann. Außerdem wird die Geschichte gut erzählt und es gibt hin und wieder Abschnitte, in denen das bisher gelernte Gameplay über Bord geworfen wird und man sich auf eine neue Situation einstellen muss.

Auch wenn das Spiel Vita-exklusiv ist, hätte mir das Spiel auf einem großen Bildschirm noch besser gefallen, da die ganzen Touch-Elemente auch ganz normal über einen Controller funktioniert hätten und das Spiel auch sonst wie ein „großer“ Titel wirkt, der nicht unbedingt auf einem Handheld gespielt werden muss. Trotzdem ein Spitzen-Spiel und eine Bereicherung für die bislang leider überschaubare PS-Vita-Spielebibliothek.

August:

Der ach so tolle Sommer dieses Jahr beschert mir nicht gerade den sonnendurchflutetsten Urlaub aller Zeiten – gerade mal eine Woche schönes Wetter… aber egal, mehr Zeit, um in der Bude zu hocken.

Persona 2: Innocent Sin [PS Vita] (PSN, PSP-Spiel)
Wertung: 8,0



Sonderangebot im PSN: Persona 2 und Trails in the Sky als Doppelpack für 30 Euro! Wie kann ich als Fan von Japano-Rollenspielen und insbesondere Persona 3 und 4 da Nein sagen? Bei Persona 2 handelt es sich um das leicht erweiterte PSP-Remake von 2011 zum 1999 erschienenen Original auf der ersten Playstation.

Die namensgebenden Personas werden erklärt als physische Reflektionen der eigenen Psyche und fungieren im Spiel als beschwörbare Figuren, die durch Aufleveln Zugriff auf neue Fähigkeiten und Zaubersprüche ermöglichen. Allerdings ändern sich je nach Persona nicht nur die Angriffsmöglichkeiten, sondern auch die eigenen elementaren Schwachpunkte – die richtige Persona für die jeweiligen Gegner ist also das A und O des Spiels. Neue Personas kann man auch aus den bisher vorhandenen Personas fusionieren, was den Sammelaspekt natürlich nochmal erweitert.

Typisch für die Persona-Reihe dreht sich das Spiel um eine Gruppe von Highschool-Schülern, von denen man den 18-jährigen Tatsuya übernimmt – später gesellen sich dann noch die wenig ältere Reporterin Maya und ihre Kollegin dazu. Die Story dreht sich zunächst um einen Fluch, der Gerüchte wahr werden lässt und einen Gegenspieler namens Joker, der scheinbar der Auslöser für diesen Fluch ist.

Wie auch im richtigen Leben sind Gerüchte ja leider meistens wenig positiver Natur, was die Schüler unserer Highschool dann auch schmerzlich erfahren müssen. Es kursiert nämlich das nun wahr gewordene Gerücht, das Wappen der Schule wäre verflucht und würde jeden entstellen, der es trägt. Von hier aus entspinnt sich eine Geschichte, die sich von einer verfluchten Stadt dann bis zum drohenden Weltuntergang steigert.

Man braucht schon eine gewisse Toleranz bzw. Verständnis für japanische Storys, vor allem dann, als ein neuer Gegenspieler auftaucht, der von seinen Gefolgsleuten „Fuhrer“ genannt wird und einen Seitenscheitel, Bart und dunkle Sonnenbrille trägt. Trotzdem ist vor allem die Geschichte um die Vergangenheit der Partymitglieder interessant und gut erzählt.

Gameplaytechisch merkt man dem Spiel sein Alter schon an, vor allem auch der Grafik, die zwar in 3D gestaltet ist – die Figuren und Gegner sind aber nur 2D-Bitmaps. Nachdem man sich also auf der Oberweltkarte per Cursor zu den Dungeons bewegt hat, fällt die hohe Rate an Zufallskämpfen auf, die vor allem in den späteren Dungeons großes Durchhaltevermögen verlangt, da man auf Grund des verwinkelten Designs lange braucht, um den richtigen Weg zu finden. Die rundenbasierten Kämpfe laufen dafür flott ab und bieten eine Unmenge an Zaubersprüchen (vor allem durch die Kombinationsmöglichkeit mehrer Partymitglieder) und beschwörbarer Personas. Dazu kann man außerdem noch mit den feindlichen Dämonen sprechen, um neue Gegenstände, Hinweise oder Gerüchte (die man auch zu seinem Vorteil nutzen kann) zu erhalten.

Alles in Allem hatte ich trotz der vielen Zufallskämpfe und der am Anfang etwas schleppend in Gang kommenden Story meinen Spaß mit dem Titel. Die Suche nach und das Aufleveln von Personas hat mich genug motiviert, um mich durchzubeißen.
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Darksiders II [360]
Wertung: 8,5



Im Universum von Darksiders dreht sich die Story um die 4 Reiter der Apokalypse, von denen der Reiter Krieg die Apokalypse vorzeitig beschworen haben soll, was nun zu einer Schlacht zwischen den Mächten des Himmels und der Hölle führt. So weit, so biblisch – allerdings weicht die Geschichte rund um Verrat und Machtkämpfe innerhalb der himmlischen und höllischen Reihen schnell vom christlichen Kanon ab.

In Teil 2 übernimmt man nun die Rolle von Tod, um die Unschuld seines Bruders Krieg zu beweisen. Dieser ist vom hohen Rat, einer neutralen Instanz, die über das Gleichgewicht der Mächte wacht, während der Vorgänge von Darksiders 1 in Gefangenschaft genommen worden. Leider flacht die eigentlich vielversprechende Geschichte schnell ab und dient bald nur noch als grober Rahmen, um Tod von einer Aufgabe zur nächsten zu schicken.

Warum mir das Spiel trotzdem sehr gut gefallen hat, darüber habe ich mich nach dem Durchspielen schon im Darksiders-Thread ausgelassen: http://www.sofacoach.de/forum/showpo...5&postcount=56
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Wizorb [PS Vita] (PSN, PSmini)
Wertung: 7,0



Wizorb ist ein kleiner, aber feiner Breakout/Arkanoid-Klon in dem man die Rolle eines Zauberers übernimmt, um ein Königreich vor den Horden von Monstern zu retten, die es überfallen haben. Statt sich allerdings klassisch durch die Monsterhorden zu kämpfen, steuert man den zum Paddle umfunktionierten Zauberstab, um wie in den Arcade-Vorbildern eine Kugel im Spiel zu halten, mit der man den Bildschirm von verschiedenen Blöcken und Monstern säubert. Präsentiert wird das Spiel in einer Retro-Optik im Stile alter 16-Bit-Klassiker, dazu kommen selbstverständlich passende Soundeffekte und Musiken.

Neben dem Retro-Gameplay lockern mehrere kleine Spielereien das Spielgeschehen auf. Dazu zählen Zaubersprüche, mit denen man entweder Feuerbälle verschießt oder für eine kurze Zeit die Flugbahn des Balles beeinflusst, Münzen, mit denen man sich in Shops (auch in den Levels versteckt) Gegenstände und Extraleben kaufen kann oder spezielle Endgegner und Bonus-Level. Daneben kann man außerhalb der Levels mit den Münzen noch die zerstörte Stadt wieder aufbauen, um als Gegenleistung Items zu erhalten oder Shops freizuschalten.

Wizorb ist ein rundum gelungenes Spiel, das in den letzten Leveln dann auch richtig fordernd ist. Wer gerne mal wieder ein Spiel im Breakout- bzw. Arkanoid-Stil spielen will, hat mit Wizorb genug Gelegenheit dazu, da es nicht nur im PSN, sondern auch auf dem PC/Linux/Mac, iOS/Android und bei den Xbox Live Indie Games verfügbar ist.

September:

Das Ende des Jahres naht mit ganz großen Schritten und mit ihm auch der Release von zwei von mir heiß erwarteten Titel, Borderlands 2 und Assassin’s Creed 3. Also war es höchste Zeit, noch schnell Assassin’s Creed: Revelations durchzuspielen!

Assassin’s Creed: Revelations [360]
Wertung: 8,5



Da ist es also, das Finale der Ezio-Trilogie. Spielerisch gefällt es mir eigentlich genau so gut, wie Teil 2 und Brotherhood vorher. Allerdings fand ich die neuen Elemente wie das Bombenbauen und das Tower-Defense-Minispiel etwas aufgesetzt und für den Spielverlauf eher unwichtig. Einige bisherige Elemente, wie das Rekrutieren von Assassinen, rücken leider mehr in den Hintergrund und sind nicht mehr so stark in die Geschichte eingebaut. Von der Story rund um Desmond und Subjekt 16 habe ich mir auch mehr erwartet – dafür entschädigt mich die Story von Ezio, in der man mehr über ihn und Altair aus Teil 1 erfährt.

Trotz alledem habe ich immer noch Riesenspass daran, die Spielwelt zu erkunden und nach und nach freizuschalten, alle Gebäude zu kaufen und die vielen Haupt- und Nebenmissionen zu erfüllen. Den Multiplayer hingegen habe ich – wie schon beim Vorgänger – links liegen gelassen. Assassin’s Creed ist und bleibt für mich ein Singleplayer-Spiel.

Oktober:

Ende September kam mein meisterwartetes Spiel des Jahres, Borderlands 2, endlich auf den Markt. Zweieinhalb Monate gab es daher nichts schöneres, als mich durch das Spiel zu ballern, immer auf der Suche nach neuen Waffen und dem nächsten Levelaufstieg. Die Hauptstory hatte ich dann im Oktober durch.

Borderlands 2 [360]
Wertung: 9,0



Eigentlich mein Spiel des Jahres, hätte ich nicht ab dem nächsten Monat ein DS-Spiel von 2010 gespielt – aber dazu im Dezember mehr. Im Egoshooter/RPG-Hybriden Borderlands 2 übernimmt man, wie auch schon im Vorgänger, die Rolle eines von vier Kammerjägern (=Klassen) und geht auf dem Planeten Pandora auf die Jagd nach immer stärkeren Waffen, Schilden und Klassenmods, die Auswirkungen auf die Skillpunkte der Figur haben.

Borderlands 2 ist im Grunde eine aufgebohrte Variante seines Vorgängers. Alles ist größer, umfangreicher und durchdachter – auch die Story ist im Vergleich zu Teil 1 verbessert. Besonders der Antagonist des Spiels, Handsome Jack, ist einer der besten Charaktere, der mir in den letzten Jahren in Videospielen begegnet ist; man liebt es einfach, den Kerl zu hassen. Trotzdem ist die Story immer noch nicht wirklich das zentrale Element des Spiels, dafür wird sie leider viel zu oft nur in Funksprüchen erzählt, die bei allzu heftiger Action auch gern untergehen.

Die Geschichte bietet eher den Rahmen, um den Spieler an neue Schauplätze zu schicken, die vor Popkultur- und sonstigen Referenzen nur strotzen. Grundsätzlich nimmt das Spiel sich und seine Charaktere fast nie ernst, sondern versucht mit durchaus gelungenem Humor einen Rahmen zu bieten, in dem man sich voll und ganz auf das Verbessern und Aufleveln seines Charakters und das Sammeln von neuer, besserer Ausrüstung konzentrieren kann. Dafür bietet das Spiel mit seinen vielen Haupt- und Nebenquests aber auch genug Möglichkeiten.

Präsentiert wird das Ganze dann in einer hübschen Cell-Shading-Grafik, die gut zum Spiel passt und von den Schauplätzen her auch abwechslungsreicher als der Vorgänger ist, bei dem man sich fast nur in Wüstengebieten aufgehalten hat. Musik wird eher sparsam und dezent eingesetzt und fällt auch eher selten auf – das stimmige Intro mal außen vor gelassen.

Der größte Pluspunkt ist aber der Coop-Modus des Spiels, in dem die Gegner umso stärker werden und bessere Waffen hinterlassen, desto mehr Spieler (bis zu vier) sich im aktuellen Spielablauf befinden. Der Coop-Modus ist nicht nur online, sondern auch offline im Splitscreen spielbar, was mir zusammen mit einem Kumpel bisher viele Spielstunden auf der Jagd nach neuer Ausrüstung und mehr EXP beschert hat. Leider haben wir mittlerweile das Level-Cap erreicht und warten jetzt sehnsüchtig auf einen DLC, der diese Beschränkung wieder aufhebt. Dann gehe ich wahrscheinlich auch in 2013 wieder auf die Jagd!

November:

Immer noch Borderlands 2. Auch nach dem Durchspielen gibt’s noch genug zu tun, v. a. dank des ersten DLC und dem Coop-Modus mit nem Kumpel. Bei der Gelegenheit möchte ich noch auf Trant, von GameOne hinweisen, der in diesem kleinen Video musikalisch zusammenfasst, was mich an Borderlands 2 motiviert: Looten und Leveln!!



Dezember:

Nachdem ich mich dank Erreichen des Level-Caps nach über 100 Spielstunden von Borderlands 2 losreisen konnte, habe ich im Dezember zunächst mit Silent Hill 3 ein älteres Spiel hervorgeholt. Nicht ganz so alt wie Silent Hill 3 (2003) ist 9 Hours, 9 Persons, 9 Doors aus dem Jahr 2010, das ich mir schon seit über einem Jahr holen wollte, es wegen anderen Spielen aber immer wieder verschoben hatte. Zu guter Letzt und mit ungefähr 2 Monaten Verspätung habe ich Assassin’s Creed 3 noch auf den letzten Drücker in 2012 durchgespielt, nämlich am Silvestermorgen.

Silent Hill 3 [PS 2]
Wertung: 9,0



Ich bin ja großer Fan von GameOne und der Silent-Hill-Reihe und habe mir daher immer gerne die Videos von Wolf angeschaut, in denen er Silent Hill 2 und Silent Hill 1 durchspielt. Als er dann allerdings mit Teil 3 weitergemacht hat, ist mir wieder eingefallen, dass ich das Spiel damals nur bis zur Hälfte gespielt hatte, wofür ich mich heute noch ohrfeigen könnte. Da ich natürlich weiterhin sehen wollte, wie sich Wolf durch das Spiel gruselt, habe ich die dunkle Jahreszeit genutzt und Silent Hill 3 noch einmal eingelegt.

Silent Hill 3 wirft euch gleich zu Beginn in den Vergnügungspark in der unfassbar ekelhaften Otherworld, einem verzerrtes Spiegelbild der realen Welt, in der alles aus rostigem Metall und fauligem Fleisch besteht, es ständig dunkel ist und in der widerliche Wesen nur ein Ziel haben – nämlich dir mit ihren Klauen, Mäulern oder Klingen das Lebenslicht auszulöschen. Silent Hill 3 ist mit Abstand der Teil mit dem besten (=schlimmsten?) Grafikdesign und dem nervenzerreißendsten Soundtrack der ganzen Serie. Noch nie ist es mir so schwer gefallen mich durch ein Spiel der Reihe zu bewegen – zu ekelhaft und widerlich wirkt dieses groteske Abbild der wirklichen Welt.

Hat man sich mit Protagonistin Heather bis zur Achterbahn durchgequält und balanciert man dann über die rostigen Schienen scheinbar der Freiheit entgegen, wird man jäh durch die heran rauschenden Waggons der Achterbahn aus diesem Alptraum gerissen. Und Alptraum ist auch das richtige Stichwort, denn verstört aber unverletzt erwacht Heather in einem Fastfood-Restaurant. Noch etwas verwirrt begibt sie sich nach draußen in das große Einkaufszentrum, um zu Hause Bescheid zu geben, dass sie bald heimkommen wird.

Typisch für Silent Hill wird daraus aber ein schwieriges Unterfangen, da das Einkaufszentrum scheinbar verlassen ist und fast alle Türen verschlossen sind. Veteranen der Serie wissen bald, was kommt: Monster, Nebel und die oben beschriebene Otherworld machen aus der angekündigten Heimreise einen Alptraum, aus dem man leider nicht einfach aufwachen kann. Es steht eine Horror-Story an, in deren Verlauf man viel über Heather erfahren wird, das auch ihr nicht bekannt war. Außerdem lernt man, was nach den Geschehnissen von Silent Hill 1 passiert ist und welche Personen dafür verantwortlich waren und sind.

Keine Ahnung, warum ich mir dieses großartige Spiel so lange habe entgehen lassen, wahrscheinlich war ich beim ersten Anspielen mal wieder von irgendwelchen neuen Releases abgelenkt. So habe ich bis heute eines der besten Horrorspiele aller Zeiten verpasst. Leider braucht man für diesen Teil Vorwissen von Teil 1, das heute wegen seiner PSone-Grafik nicht mehr für Jeden gut spielbar ist. Ich kann es trotzdem nur jedem empfehlen, der etwas für gute Horrorspiele übrig hat.
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9 Hours, 9 Persons, 9 Doors [DS]
Wertung: 9,0



Das Review zu diesem Spiel gibt’s im User-Review-Thread (Link hier zu finden), da es zu lang für diesen ohnehin schon gewaltigen Post geworden ist.
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Assassin’s Creed 3 [360]
Wertung: 8,5



Passend zum Jahresabschluss jetzt also der versprochene Abschluss der Anhalter- Desmond-Trilogie in fünf Bänden Spielen. Nur kurz zur Geschichte um Desmond: man befindet sich mittlerweile in einer versteckten Höhle, in der sich eine Apparatur der Vorväter befindet, die den drohenden Weltuntergang verhindern kann. Leider ist der Zugang dazu verschlossen weshalb man wieder in den Animus klettert, um in die Haut von Connor zu schlüpfen, der den Schlüssel in der Vergangenheit versteckt hat.

Connors Geschichte spielt in Amerika zur Zeit des Unabhängigkeitskriegs. Die typische europäische Bauweise mit vielen hohen Türmen, Steinhäusern, Kathedralen, Kirchen und sonstigen eher mittelalterlichen Bauten weicht daher nun den eher flachen amerikanischen Siedlungen in Boston und New York. Dafür bietet Teil 3 aber auch zwei große Waldgebiete, in denen sich Connor dank seiner indianischen Wurzeln wie zu Hause fühlt. Durch diese kann man sich wie selbstverständlich durch die Bäume von Ast zu Ast bewegen oder sich mit Pfeil und Bogen, Schlingfallen und Ködern bewaffnet auf die Jagd nach allerlei Waldgetier machen.

Nach dem Vorgänger, der nur wenig interessante Neuerungen bot waren diese Wald- und Wiesengebiete für mich die willkommene Abwechslung, die ich bei Assassin’s Creed gebraucht habe. Dazu kommen außerdem noch die grandiosen Seemissionen, bei denen man ein schwerbewaffnetes Schiff samt Crew durch die Meere schippert. Leider sind diese fast gar nicht in die Hauptstory eingebunden und für den Verlauf der Geschichte auch nicht notwendig.

Grundsätzlich ist mir die Geschichte von Connor zu höhepunktarm – wenn dann doch einmal etwas Interessantes passiert, wird es überhaupt nicht gut erzählt. Das gleiche gilt auch für die Abschnitte mit Desmond, die zudem auch spielerisch wenig herausfordernd sind.

Trotz alledem hatte ich mal wieder einen großen Spaß daran, mich durch die vielen Haupt- und Nebenmissionen zu kämpfen – vor allem dank der interessanten Seeschlachten und der abwechslungsreichen Nebenaufgaben (Gildenmissionen, Untergründe der Städte erforschen, eigene Siedlung aufbauen…). Ich hätte mir erzählerisch ein paar richtige Höhepunkte gewünscht, leider hat das Spiel so gut wie jede Chance dazu ausgelassen.

P.S.: der Multiplayer wird von mir weiter gewissenhaft ignoriert.
Baumi ist offline Mit Zitat antworten
12 User sagen Danke:
Bear (25.01.2013), bob (25.01.2013), Captain Awesome (25.01.2013), jouston (21.03.2013), Larsson (26.01.2013), m4x (25.01.2013), MMM (25.01.2013), mr_maniac (27.01.2013), noir. (25.01.2013), Oso (26.01.2013), PapaBouba (25.01.2013), PES Nexus (26.01.2013)
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