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Alt 21.01.2013, 13:24   (Treuchtlingen)
Baumi
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Gute Vorsätze soll man halten, deswegen werde ich meine Liste von durchgespielten Spielen 2012 hier noch vervollständigen, bevor es (hoffentlich dann regelmäßig) mit den abgeschlossenen Spielen 2013 weitergeht.

Februar:

Ab Februar war der Urlaub dann rum, was natürlich weniger Zeit fürs Zocken gelassen hat. In den Folgemonaten hats dann meistens nur noch zu einem oder höchstens zwei Spielen pro Monat gereicht.

Im Februar habe ich mich hauptsächlich mit Final Fantasy XIII-2 beschäftigt, danach habe ich einen 2. Durchgang von Mass Effect 2 gestartet, da ich unbedingt noch einen Spielstand mit allen Entscheidungen aus ME 1 und 2 für Teil 3 im März haben wollte.

Final Fantasy XIII-2 [PS 3]
Wertung: 7,5



Auch wenn mich Final Fantasy XIII nicht voll und ganz überzeugen konnte, war ich eigentlich mit dem flotten Kampfsystem zufrieden. Nach meinem anfänglichen Schock, als FF XIII-2 angekündigt wurde - mir hätte ein vollwertiger neuer Teil XV weitaus besser gefallen (und XIV ist ja mal wieder ein MMORPG) - war ich nach den ersten Vorberichten doch ziemlich gespannt. Die Aussicht auf eine nicht-lineare Story mit Zeitreisen und Monsteraufzucht klang doch auf jeden Fall nicht schlecht.

"Nicht schlecht" triffts dann eigentlich auch ganz gut, wenn man das Spiel beschreiben möchte. Die Story ist wie in Teil XIII leider nicht übermäßig interessant und auch die Charaktere sind ziemlich platt und langweilig. Was es dann für mich wieder herausreißt, ist das Kampfsystem mit seinen sogenannten Paradigmen, die den Charakteren verschiedene Rollen (Magier, Angreifer, Heiler, Unterstützer usw.) zuweisen. Diese Paradigmen kann und muss man im Verlauf der schwierigeren Kämpfe auf Knopfdruck wechseln, um auf die verschiedenen Phasen und Situationen reagieren zu können.

Dazu kommt, dass das Spiel stellenweise wirklich fantastisch aussieht und mir auch der Soundtrack ziemlich gut gefällt. Das Fangen und Aufleveln der Monster, die als ständiges 3. Kampfmitglied zur Seite stehen und zusammen mit den Paradigmen im Kampf ausgewechselt werden können, ist leider weniger komplex, als ich mir das gewünscht hätte, aber dank des Sammelaspekts immerhin noch interessant genug.

Final Fantasy XIII-2 ist bei weitem nicht so langatmig wie sein Vorgänger und bietet durch das Zeitreisesystem genug Freiheit, da man die Story und die Nebenaufgaben nach seinen Vorstellungen spielen kann. Die Nebenaufgaben waren dann für mich tatsächlich interessant genug, um bis zur Platin-Trophäe dranzubleiben. Die Jagd nach einzigartigen Monstern für die eigene Party und die harten optionalen Bosse waren mir Anreiz genug.

Leider hat Square Enix die Kuh noch nicht genug gemolken und noch einen 3. Teil der "großartigen" Final-Fantasy-XIII-Reihe angekündigt, für das man nochmal zahlen darf, um dann auch mal den Abschluss der Geschichte erleben zu dürfen, weil man in XIII-2 das Ende ja offen gelassen hat.

März:

Der März 2012 war für mich der Mass-Effect-Monat! Ich hätte die Mass-Effect-Reihe ja beinahe verpasst, als ich mir 2010 mal Teil 1 von einem Kumpel für die Xbox 360 ausgeliehen hatte und mich im Anschluss an die erste Mission auf der Citadel hoffnunglos überfordert gefühlt habe. An allen Ecken und Enden dieser riesigen Raumstation trifft man auf unterschiedliche Alien-Rassen, Technologien, Geschichten und Hintergrundinfos, dass man gar nicht mehr weiß, wo hinten und vorne ist. Ich hab das Spiel dann meinem Kumpel zurückgegeben und für mich beschlossen, dass Mass Effect halt einfach nix für mich ist.

Mass Effect 2 [360]
Wertung: 10,0



Gott sei Dank habe ich mich geirrt und nur einem Schnäppchen-Angebot aus UK für Teil 2 ist es zu verdanken, dass ich Mass Effect nochmal eine Chance gegeben habe. Teil 2 hat mir soviel Spaß gemacht, dass ich mich wirklich für das ganze Mass-Effect-Universum interessiert habe, also habe ich mir nach dem Durchspielen von Teil 2 nochmal Teil 1 besorgt und auch diesen durchgespielt.

Für Teil 3 wollte ich aber unbedingt "meinen" Spielstand haben, um auch "meine" Story zu ihrem Abschluss zu bringen. Also habe ich den abgeschlossenen Spielstand von Teil 1 importiert und einen 2. Durchgang in Mass Effect 2 gestartet. Im Unterschied zum 1. Durchgang hatte ich mir diesmal alle Add-Ons heruntergeladen um auch alles zu erleben, dass das ME-Universum zu bieten hat.

Mass Effect 2 ist in meinen Augen eines der besten Spiele der letzten 10 Jahre. Story, Charaktere und das ganze Universum, dass in diesem Spiel (weiter) aufgebaut wird, gibt es in diesem Umfang und in dieser Tiefe bei kaum einem anderen Spiel. Durch die Entscheidungsfreiheit und die optionalen Missionen für jedes Crewmitglied kann man wie in keinem anderen Spiel "seine" Geschichte erleben.

Die Rollenspiel-Elemente wurden im Vergleich zu Teil 1 leider reduziert, dafür ist das Gameplay actionreicher und in meinen Augen auch interessanter. Es ist zwar nun mehr 3rd-Person-Shooter mit Rollenspielelementen als anders herum, spielt sich daher aber auch flüssiger und abwechslungsreicher.

Nachdem ich dann Mass Effect 2 zum 2. Mal durchhatte, konnte ich auch nahtlos mit Teil 3 weitermachen und war gespannt, wie "meine" Geschichte nun ausgehen wird. Würde ich das Universum und alle meine Verbündeten vor den Reapern retten können, welche offenen Fragen aus den ersten beiden Teilen würden beantwortet und würde ich endlich erfahren, wie zum Teufel diese Quarianer unter ihren Helmen aussehen?
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Mass Effect 3 [360]
Wertung: 9,0



Eines vorweg: nicht alle meine Fragen wurden zufriedenstellend beantwortet und auch das Ende fand ich nicht so prickelnd, aber bei weitem nicht so schlimm, dass es so einen Shitstorm geben hätte müssen, wie es ihn vor allem in Amerika gab.

Vor allem im Spielverlauf wurden alle losen Enden, die es in den beiden Teilen zuvor gab, zu einem für mich mehr als zufriedenstellenden Ergebnis gebracht. Ich hatte u. a. die Xenophage rückgängig gemacht und dabei einen guten Freund verloren und die Quarianer und Geth davon überzeugt, dass eine Koexistenz von organischen und synthetischen Lebensformen möglich ist. Am Ende der Saga konnte ich den Controller zufrieden zur Seite legen und mich über den Ausgang "meiner" Geschicht freuen.

Spielerisch hat sich im Vergleich zu Teil 2 nicht viel getan, leider wurden die Auswahlmöglichkeiten noch weiter eingeschränkt. Das Skillsystem wurde simpler gestaltet und auch die Anzahl der verfügbaren Crewmitglieder hat sich verringert, von denen auch einige ziemlich platt und uninteressant sind (v. a. James Vega ). In den Leveln selbst gibt es leider auch nicht mehr ganz so viel zu entdecken wie noch in Teil 2, sie sind insgesamt auch noch geradliniger und dadurch auch um einiges langweiliger. Man hat leider zu oft das Gefühl, dass man wie auf einer Checkliste noch alles zu Ende bringen soll und die Level einem dabei nicht in die Quere kommen wollen - Teil 2 hat mir da um einiges besser gefallen.

Insgesamt ist Mass Effect 3 spielerisch eine noch weiter verschlankte Version von Teil 2, Gott sei Dank sind aber die wichtigsten Charaktere und Storystränge immer noch sehr gut und ausführlich geschrieben. Bei den Nebenmissionen und -charakteren hat man sich leider nicht mehr ganz so viel Mühe gegeben wie noch in Teil 2. Ich habe das Spiel trotzdem sehr gerne gespielt und war auch sehr zufrieden damit, auch wenn man aus meiner Sicht noch viel mehr daraus hätte machen können.

April:

Im April ging es etwas ruhiger zu, ich habe über die Osterfeiertage mal wieder mein Super Nintendo rausgekramt, da ich irgendwo im Netz über einen Bericht zu Terranigma, einem meiner absoluten Lieblingsspiele, gestossen bin und daraufhin unheimlich Bock hatte, es nach ca. 10 Jahren mal wieder durchzuspielen. Ansonsten habe ich noch mit Trials Evolution und Radiant Historia begonnen, die ich aber erst im nächsten Monat durchgespielt habe.

Terranigma [SNES]
Wertung: 9,0



In Terranigma übernimmt man die Rolle des Jungen Ark, der im Dorf Krysta lebt. Sein ganzes Leben hat er nur innerhalb des Dorfes verbacht, deshalb war das Verbot des Dorfältesten, die verschlossene Tür in seinem Haus zu öffnen, zu verlockend, um es zu ignorieren. Dahinter findet er eine magische Kiste, die fortan als Inventar dient und in der eine seltsame Kreatur namens Fluffy, der wie ein Halbbruder von Kirby aussieht, eingesperrt war.

Durch das Öffnen der Kiste lässt ein Fluch alle Dorfbewohner außer Ark und dem Dorfältesten zu Eis erstarren. Ark bleibt also nichts anderes übrig, als dem Befehl des Ältesten zu folgen, das Dorf zu verlassen und die fünf Türme der Außenwelt zu erforschen, um den Fluch aufzuheben. Diese fünf Türme sind jedoch nur der Auftakt, da es neben der Unterwelt, in der Ark bisher gelebt hat noch eine Oberwelt gibt. Letztendlich bricht Ark zu einem Abenteuer auf, dessen Ziel nicht weniger als der Wiederaufbau der kompletten Erde ist, so wie wir sie kennen.

Spielerisch ist Terranigma ein Zelda-Klon mit einem größeren Fokus auf das Kämpfen und Aufleveln als auf das Rätsellösen. Das Kampfsystem ist daher schön flüssig gestaltet und Ark kann mit seinen Kampfstäben vier verschiedene Attacken auslösen, die man teilweise auch miteinander Kombinieren kann.

Anfangs ist man in seinem Abenteuer stark eingeschränkt und kann nur von einem Ort zum nächsten - mit der Rückkehr der Menschen auf die Erde bekommt man aber ab gut der Hälfte des Spiels ein Boot und später sogar ein Flugzeug (samt modernen Mode-7-Effekten), was dem Forscherdrang natürlich zu gute kommt.

Die Grafik ist gehobene SNES-Klasse und die Musik ist schlicht fantastisch und unterstreicht die Stimmung des Spiels gekonnt von fröhlichen Melodien im Dschungelparadies bis zu unheimlichen, düsteren Klängen beim Erforschen eines verfluchten europäischen Schlosses.

Vor allem die Story hat sich bei mir schon seit Jahren ins Gehirn eingeprägt, da sie vor allem zum Schluss sehr melancholisch und auch ziemlich traurig ist und mir schon damals, als ich noch 13 war, gezeigt hat, was für unglaublich interssante und einzigartige Geschichten Videospiele erzählen können. Terranigma ist eines der prägensten Spiele für mich und ein großer Grund warum ich heute - fast 17 Jahre später - noch immer fasziniert vom Medium Videospiele bin. Danke an Enix und das Entwicklerteam Qunitet für dieses Erlebnis!

Mai:

Trials Evolution [360] (Arcade)
Wertung: 8,5



Was für ein süchtig machendes Spiel! Mit einem Motocross-Bike über Hindernisparcours heizen und dabei neue Bestzeiten aufstellen - immer die besten Zeiten deiner Konkurrenten aus der Freundesliste als Geister im Blick. Für knapp 3 Wochen gab es nicht schöneres nach einem anstrengenden Arbeitstag als die Jagd nach Rekordzeiten auf immer schwieriger werdenden Kursen.

Das geniale dabei ist, dass man außer Gas geben, Bremsen und Gewichtsverlagerung des Fahrers mit dem Analogstick keine anderen Steuerungsmöglichkeiten braucht, da das Spiel das simple, aber süchtig machende Spielprinzip mit einer tollen Physikengine verknüpft.

Trials Evolution ist eines der Spiele, in die man leicht reinkommt und sich dann so richtig reinsteigern kann, bis man alle Kurse perfekt beherrscht. Dazu kommt dann noch ein Editor, der seinesgleichen sucht. Teilweise baut die Community nicht nur neue Rennstrecken, sondern bastelt zuweilen komplett andere Genres. Außerdem bietet das Spiel noch mehrere Online- und Offline-Mulitplayer-Modi. Für mich so ziemlich das beste Spiel, das 2012 auf Xbox Live Arcade erschienen ist.
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Radiant Historia [DS]
Wertung: 9,0



Radiant Historia ist für mich das zweite Japano-RPG in diesem Jahr nach Final Fantasy XIII-2, das eine Zeitreisefunktion hat. Aber dieses Spiel von Atlus zeigt dem Branchen-Riesen Square Enix mal, wie man sowas richtig macht und vor allem, wie man eine interessante Geschichte mit interessanten Charakteren schreibt, aus der nicht dieser Emo-Japano-Stil wie bei Final Fantasy in den letzten Jahren tieft.

Man übernimmt die Rolle des Soldaten Stocke, der Mitglied einer speziellen Abteilung des Militärs ist, die auf Spionage und Informationsbeschaffung spezialisiert ist. Der Kontinent, auf dem die Handlung stattfindet ist zum Großteil in zwei große Königreiche geteilt, die sich im Krieg um Land und Boden befinden, da seit Jahren eine Plage herrscht, die das Land vertrocknet, nur Wüste hinterlässt und immer weiter fortschreitet.

Recht früh in der Handlung erhält man die weiße Chronik, ein Buch, das es ermöglicht durch die Zeit zu reisen. Dadurch spaltet sich das Spiel in viele verzweigte Wege auf, die man nach Wunsch bereisen und fortführen kann. An gewissen Punkten ist es notwendig, in einem anderen Zeitstrang Gegenstände oder Spezialfähigkeiten zu erlangen, um in einer anderen Zeitlinie weiterzukommen. Dadurch entspinnt sich nach einem etwas schleppenden Start eine spannende Geschichte mit vielen Wendungen.

Grafisch bietet das Spiel eine hübsche 2D-Optik, die aber nicht sonderlich spektakulär ist. Dafür ist der Soundtrack so ziemlich das Beste, das aus den DS-Lautsprechern (besser: dem DS-Kopfhöreranschluss) kommen kann.

Neben der großartigen Zeitreise-Story und dem Soundtrack ist vor allem das Kampfsystem der große Pluspunkt dieses Spiels. Rundenbasiert zieht hier die eigene Party auf zwei 3 x 3 großen Feldern gegen die Gegner in den Kampf. Jeder Charakter besitzt Spezialangriffe, mit denen die Gegner von ihren Feldern auf benachbarte Felder befördert werden können.

Idealerweise versucht man, alle Gegner auf ein Feld zu prügeln und die Runde dann mit einer Spezialattacke abzuschließen. Da man außerdem die Zugreihenfolge der eigenen Partymitglieder festlegen kann, sind lange Angriffsketten möglich um so den Schaden zu vergrößern.

Man merkt dem Spiel an, dass hier Leute am Werk waren, die ihr Handwerk verstehen (Shin Megami Tensei, Etrian Odyssey). Für mich eines der besten Japano-Rollenspiele der letzten Jahre.

*Update 25.01.13*

Juni:


Im Juni war dann die EURO 2012 angesagt, was die Zeit fürs Zocken natürlich noch weiter eingeschränkt hat. Deshalb habe ich mit Everbody’s Golf für die PS Vita und Theatryhthm Final Fantasy für den 3DS hauptsächlich Spiele gespielt, die man mal kurz in der Halbzeitpause oder (im Fall von Everybody’s Golf) auch mal nebenbei während eines Fußballspiels spielen kann.

Everybody’s Golf [PS Vita] (PSN)
Wertung: 9,0



Everybody’s Golf war schon seit langem eine Reihe, von der ich mir ein Spiel zulegen wollte. Seit Mario Golf 64 habe ich eigentlich immer wieder ganz gerne ein paar Partien auf dem virtuellen Golfplatz hingelegt, aber mir eigentlich nie selbst ein Golfspiel gekauft, sondern meist mit einem Kumpel gezockt.

Als die PS-Vita-Fassung von Everybody’s Golf für knapp 15 Euro im PSN verfügbar war, habe ich dann einfach mal zugeschlagen und es nicht bereut. Der Einstieg ins Spiel fällt ziemlich leicht, vor allem, wenn man schon mal ein virtuelles Golfspiel gespielt hat. Die Auswahl an Kursen und deren Design ist gut und wird mit der Zeit dezent schwieriger, da es immer mehr Hindernisse gibt (Bunker, Wassergräben) und die computergesteuerten Gegner immer fehlerfreier spielen.

Grafik und Sound sind ganz nett, aber nicht weltbewegend und das Design der Figuren geht auch in Ordnung. Dazu kommt noch ein gelungener Online-Modus, wo es neben klassischen Duellen auch tägliche Herausforderungen gibt, die ständig durchwechseln.

Sonst kann man eigentlich nichts mehr Großartiges über den Titel sagen – es ist und bleibt nunmal Golf. Wer also Golfspiele á la Mario Golf mag, wird mit diesem Titel mehr als glücklich.
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Theatryhthm Final Fantasy [3DS]
Wertung: 7,0



Theatryhthm – was für ein Name! Rollt leicht von der Zunge und lässt sich gut merken, außerdem weiß jeder sofort, was damit gemeint ist. Wie? Keine Ahnung, was sich hinter diesem genialen englischen Wortspiel aus „Theatre“ und „Ryhthm“ verbirgt? Natürlich ein Rhythmusspiel zu unser aller Lieblings-Japano-RPG-Serie Final Fantasy.

Man pickt sich eine 4er-Party aus Charakteren von Final Fantasy I bis XIII heraus und tippt, streicht und fährt mit dem Stylus zur tollen Musik der Serie auf dem Bildschirm entlang. Dazu packt man dann eine ganz, ganz kleine Prise RPG-Elemente in Form von Erfahrungspunkten und Gegenständen hinzu, die einem mehr Fehler und ein paar kleine Hilfen während der Lieder ermöglichen.

Im Kern gibt es 3 verschiedene Arten von Songs bzw. Levels: die Umgebungs-Levels, in der die Truppe sich von Punkt A nach Punkt B bewegt und man nur einen Pfad hat, auf dem Einem die Symbole entgegenkommen, die man im Rhythmus wegdrücken muss. Dann gibt es noch die Battle-Levels, in denen man gegen Monster antritt und jedes eurer Partymitglieder seinen eigenen Pfad hat, auf denen euch die Symbole um die Ohren fliegen. Zu guter Letzt gibt es dann noch die Event-Levels, die vor einer der vielen Zwischensequenzen der Reihe spielen und deren Pfad sich quer über den Bildschirm schlängelt.

Das Ganze wird begleitet von einer Knuddel-Optik, in der die Figuren in kleinen putzigen Varianten dargestellt werden. Nicht ganz mein Fall aber zweckmäßig. Über jeden Zweifel erhaben und für mich der klare Kaufgrund ist natürlich die großartige Musik, vor allem von Teil I bis XI, wo noch der überragende Nobuo Uematsu für die Vertonung der Reihe zuständig war.

Ich bin mit dem Spiel eigentlich ganz zufrieden, denn mehr als ein nettes Rhythmusspiel mit toller Musik zu einer Spieleserie, die mich schon seit Jahren begleitet, habe ich eigentlich nicht erwartet. Mit über 70 Songs ist auch eine mehr als ausreichende Songauswahl vorhanden – der Blick in den Downloadstore zeigt Einem aber noch 52 weitere Songs, die aber jeder (!) einen Euro kosten, womit man bei einem stolzen Preis von 52 Euro wäre. Da der DLC somit für mich flachfällt, ist das Spiel auch relativ schnell durch und die Jagd nach Highscores hat mich bislang noch nicht gereizt – ich lege das Spiel aber auch jetzt immer noch ganz gern mal für ein paar Songs zwischendurch ein.

Geändert von Baumi (25.01.2013 um 13:51 Uhr)
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