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Alt 31.10.2017, 16:59
Markus
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Blade Runner 2049:
Erwartungen 101/100
(Obwohl mich Denis Villeneuve so bitter enttäuscht hat mit Arrival.)

Hier hatte ich eine ganz andere Erwartungshaltung obwohl ich auch hier den Vorgänger nicht als DEN herausragenden Film sehe. Blade Runner war ok aber ich bin weder Fanboy noch würde ich ihn verteidigen gegen Leute die ihn langweilig finden.

Da man zu Blade Runner nicht viel sagen kann ohne zu spoilern kann ich spoilerfrei sagen:

Die Bilder sind teilweise zum
Der Soundtrack ist für mich absolut überragend. Wobei ich mich hier schon fast schwer tue das Wort Soundtrack zu benutzen. Der Film hat keine typischen Songs die Sounds tragen aber so enorm zur Atmosphäre bei dass ich es nur abfeiern kann

Das ganze Setting ist für mich so großartig, eine ganz eigene Welt in der man für über 2,5 Stunden verschwindet und die mich wirklich begeistert. Dazu verzichtet der Film auf überflüssige Erklärung warum das jetzt alles so ist wie es ist und überlässt es dem Zuschauer sich ein Urteil darüber zu bilden. Für mich passt bei Blade Runner 2049 fast alles und ich habe ihn sowohl am Samstag wie auch am Montag gesehen, daher auch mein

Fazit: 10/10
Obwohl ich ihn insgesamt ähnlich gut finde, sehe ich ein paar Dinge doch anders:


Zunächst einmal, ich bin großer Fan des alten Teils. Beim Soundtrack und der Atmosphäre kann ich dir nur beipflichten. Das, was 2049 beim Soundtrack abliefert, ist wirklich bombastisch. Da übertrifft er in meinen Augen auch den Vorgänger. Was die Kraft der Bilder angeht, reiht er sich allerdings knapp hinter dem Klassiker ein. Für mich waren gerade die zahlreicheren Szenen in der Menschenmenge so großartig, insbesondere an diesem Asiaimbiss. Vielleicht verkläre ich da aber auch viel mit meiner Nostalgie. Egal, unterm Strich bewegen die Filme sich da für mich auf Augenhöhe und es war ein tolles Kinoerlebnis - man taucht wirklich ein.

Es gibt aber zwei Dinge, die mich spontan etwas gestört haben:

1. Ich finde eben nicht, dass der Film auf unnötige Erklärungen verzichtet. Das hat der erste Teil wunderbar gemacht, indem beispielsweise nicht explizit erklärt wurde, ob Deckard selbst ein Replikant ist oder nicht (auch wenn man davon ausgehen musste/sollte). In 2049 wird hingegen alles auch noch genau erläutert und gezeigt. Der Höhepunkt war hier die Erklärung mit der Tochter. Das hätte man auch dem Zuschauer überlassen können.

2. Die beiden Antagonisten scheinen durch und durch böse zu sein. So etwas langweilt mich in der Literatur immer etwas. Im ersten Teil habe ich in Tyrell immer noch etwas Ambivalentes sehen können, das die ganze Geschichte spannend machte. Hier wirkten Niander Wallace und Luv ziemlich platt.

Ach, eine Sache habe ich noch vergessen. Diese Liebesgeschichte mit der virtuellen Joi. Klar, es ist noch mal eine andere Konstellation, aber es fühlte sich an wie der Klappentext von Her, der dieses Thema schwerpunktmäßig behandelt.

Insgesamt von mir aber noch eine starke 8,5/10
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Abel Xavier Unsinn (Heute), clubberer1974 (31.10.2017), Kannibale (31.10.2017), Splashi (31.10.2017), zeze (01.11.2017)