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Alt 03.01.2018, 19:48   (Saarbrücken)
Daniel84
SofaCoach
 
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Also welt.de ist ja eigentlich schon ziemliche Springer-Scheiße, aber dieser Artikel über die Doku Jim & Andy ist großartig.

Noch großartiger ist übrigens die Doku selbst. Wahnsinnig beeindruckend, wie Jim Carrey zu Andy Kaufman, einem Anarcho-Komiker der 70er-Jahre wird. Und es nicht nur vor der Kamera bleibt, sondern auch dann, wenn die Bühne längst verlassen ist. Das geht so weit, dass die Familie des echten Andy Kaufman in Carrey ihren verstorbenen Sohn erkennt, Umarmungen, echte Tränen, ziemlich unglaublich.

Unglaublich übrigens auch, dass Carrey nach den Dreharbeiten kaum mehr in sein eigenes Leben zurückfindet, sich durch sein Method-Acting fast selbst zerstört hat. Und ebenfalls sehr beeindruckend, wie distanziert der heutige Jim Carrey auf sich in jungen Jahren zurückblickt. Als ob der ruhige, weiße Jim Carrey sein Leben lang einen hyperaktiven Quatschkopf gespielt hat. Nach dem Film jedenfalls gar nicht so unrealistisch.

Also, Netflix an und gucken. Lohnt sich!
Vielen Dank für den Tipp, absolut faszinierend wie sich Carrey der Rolle hingibt und wie er heute dazu steht. Wie schon bei Williams bekommt man den Eindruck dass gerade die Schauspieler die immer lustig sein müssen (oder wollen) innerlich tief zerrissen sind, erst heute nach dem Rückzug in ein ruhigeres Leben scheint Carrey seinen Frieden gefunden zu haben.

Zu seiner eigentlichen schauspielerischen Leistung in Man on the Moon muss ich aber sagen dass er nicht so faszinierend spielt wie es dargestellt wird, da steckt immer noch viel Carrey der 90er drin, die weit aufgerissenen Augen, die typische Mimik. Kaufman war da ja oftmals wesentlich zurückhaltender, introvertierter. Schmälert natürlich nicht die Anerkennung für die Passion, mit der Carrey die Aufgabe angeht.
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Kannibale (05.01.2018)